Benchmarking mit F.E.A.R. und Quake 4 - Seite 3

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Quake 4

Von Quake 4 wurde bislang keine Demo-Version veröffentlicht, so dass mit der Vollversion getestet wurde. Diese bietet im Gegensatz zu den Vorgängern oder Doom 3 aber kein eigenes, integriertes Timedemo. Wir greifen deshalb auf eine von einem Anwender aufgenommene Sequenz aus dem Spiel zurück. Das sogenannte “demo4“ (68MB) kann hier heruntergeladen werden.



Quake 4 Screenshots aus dem ‚demo4‘ Timedemo

Zunächst muss die demo4.demo Datei in das Verzeichnis […]Quake4/q4base/demos kopiert werden. Als Vorbereitung für einfacheres Benchmarking sollte man die Verknüpfung, mit der das Spiel gestartet wird, um Kommandozeilenoptionen für das Aufrufen der Konsole und zum Überspringen der Introsequenz ergänzen. Die Befehlszeile sieht dann z.B. so aus:

“E:Quake 4quake4.exe“ +set com_allowconsole 1 +disconnect
In den ‚Settings‘ von Quake 4 lässt sich einiges definieren. Vorab sollte man als Basis zunächst unter ‚System‘ die “Video Quality“ auf “High Quality“ und die “Screen Size“ auf ‚1024×768‘ einstellen. Die Warnung, dass diese Einstellungen erst beim nächsten Start des Spiels aktiviert werden, kann man ignorieren. Dann wird mit ‚^‘ (links neben der ‚1‘) die Konsole aufgerufen. Mit den folgenden Befehlen werden die Einstellungen von Bildschirmauflösung, Full-Scene Anti-Aliasing und anisotroper Filterung vorgenommen:

r_mode 5 (5 = 1024×768, 7 = 1280×1024, 8 = 1600×1200)
r_multisamples 0 (FSAA Stufe, 0 oder 4)
image_anisotropy 0 (AF Stufe, 0 oder 8)

Mit vid_restart werden diese Einstellungen übernommen.
Der Benchmark an sich wird mit timedemo demo4 1 gestartet.
Durch die angehängte ‚1‘ werden die Texturen bereits vorab geladen, so dass die Benchmark-Durchläufe konstanter sind. Trotzdem sollte das Timedemo dreimal gestartet werden, um den Durchschnittswert zu bestimmen, da es bei Quake 4 durchaus Schwankungen in den Benchmarks gibt – im Gegensatz zu F.E.A.R., wo die Resultate des zweiten Benchmark-Durchlaufs nur selten vom ersten abweichen.

Hier nun eine kleine Übersicht von Leistungswerten einiger aktueller Grafikkarten in Quake 4:

Quake 4

Athlon 64 4000+, ASUS A8N-SLI Premium, 1 GB, Win XP

1024×768
GeForce 6800 GS 256MB
Radeon X800 XL 256MB
GeForce 6800 256MB
GeForce 6600 GT 128MB
Radeon X800 GTO 256MB
GeForce 6600 128MB
103.0
97.3
81.2
80.6
80.3
47.5
1280×1024
GeForce 6800 GS 256MB
Radeon X800 XL 256MB
GeForce 6800 256MB
GeForce 6600 GT 128MB
Radeon X800 GTO 256MB
GeForce 6600 128MB
70.5
64.5
54.4
52.9
51.6
30.9
1600×1200
GeForce 6800 GS 256MB
Radeon X800 XL 256MB
GeForce 6800 256MB
GeForce 6600 GT 128MB
Radeon X800 GTO 256MB
GeForce 6600 128MB
51.6
46.2
39.8
38.4
36.7
22.2

Quake 4 – FSAA 4x / AF 8x

Athlon 64 4000+, ASUS A8N-SLI Premium, 1 GB, Win XP

1024×768
GeForce 6800 GS 256MB
Radeon X800 XL 256MB
Radeon X800 GTO 256MB
GeForce 6800 256MB
GeForce 6600 GT 128MB
GeForce 6600 128MB
69.3
69.1
54.6
51.1
48.5
27.2
1280×1024
GeForce 6800 GS 256MB
Radeon X800 XL 256MB
Radeon X800 GTO 256MB
GeForce 6800 256MB
GeForce 6600 GT 128MB
GeForce 6600 128MB
45.6
45.3
35.4
33.2
30.8
16.9
1600×1200
Radeon X800 XL 256MB
GeForce 6800 GS 256MB
Radeon X800 GTO 256MB
GeForce 6800 256MB
GeForce 6600 GT 128MB
GeForce 6600 128MB
33.4
33.1
26.1
23.9
22.0
11.6

Wie von einem OpenGL-Spiel wie Quake 4 zu erwarten liegen hier die nVidia-Karten meist vorn. Bei aktiviertem FSAA und AF liegt die Radeon X800 XL allerdings gleichauf mit der GeForce 6800 GS. Auch die Radeon X800 GTO kann bei höherer Bildqualität die GeForce 6800 überflügeln, wohingegen sie ohne FSAA und AF sogar hinter die GeForce 6600 GT zurückfällt.

Es gibt Berichte, dass die Timedemo-Funktion von Quake 4 noch fehlerhaft ist, weil beim Abspielen einer gespeicherten Sequenz nicht alle Teile jeder Szene korrekt dargestellt werden. Da dies allerdings für alle Grafikkarten gleichermaßen gilt, sollten die Verhältnisse untereinander trotzdem stimmen. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Entwickler dieses Problem in einem künftigen Patch beheben werden.

Quake 4 und F.E.A.R. eignen sich durch ihre Benchmark-Funktionen nach unserer Ansicht sehr gut für den Test von Grafikkarten, wie auch die herausgearbeiteten Unterschiede bei den Resultaten zeigen, deshalb werden wir beide Spiele in künftigen Reviews als neue Benchmarks einsetzen.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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