Intel lässt ‚Pentium‘ fallen

Entscheidung ist gefallen: Neue Intel-CPUs ohne den Namen 'Pentium'

Hartware.net hatte schon Mitte November über die angeblichen Pläne von Intel berichtet, den Namen ‚Pentium‘ für zukünftige Prozessoren nicht mehr zu verwenden. Die neuen Mobil-CPUs (Codename: Yonah) sind inzwischen auch ohne diese Bezeichnung eingeführt worden. Sie heißen nun “Intel Core Solo“ und “Intel Core Duo“. Mittlerweile scheint auch die Entscheidung hinsichtlich der Desktop-Prozessoren gefallen zu sein.

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Die 1993 eingeführte Marke ‚Pentium‘ wird nach und nach aus den aktuellen CPU-Generationen herausfallen. Prozessoren sollen dann zukünftig nur noch „Intel D 920“ oder „Intel 672“ heißen, d.h. eine neue Bezeichnung wird nicht eingeführt.
Dies hängt nach Ansicht von Analysten mit dem proklamierten Strategiewechsel zusammen, der die Betonung mehr auf Plattformen statt auf einzelne Prozessoren legt.
Man darf gespannt sein, wie der Markt auf die neuen Produktbezeichnungen reagiert. Die PC-Hersteller sind angeblich nicht erfreut darüber, da die Marke ‚Pentium‘ Intels Angebot übersichtlich gehalten hat. Die jetzt entstehende Komplexität würde nun zuviele Möglichkeiten zur Zusammenstellung eines Systems eröffnen, was zur Verwirrung beiträgt. Mit mehr Auswahl kommen auch mehr Probleme auf die Hersteller im Einzelhandel zu. Ein Analyst geht sogar so weit zu sagen, dass das Verschwinden der Marke ‚Pentium‘ AMD beflügeln könnte, weil PC-Hersteller deshalb zum Konkurrenten wechseln.
Insgesamt zeigt man sich überrascht von Intels Entscheidung, da ‚Pentium‘ als Marke etabliert ist und einen guten Ruf besitzt.

Intel hat den ersten Pentium mit 60 und 66 MHz im März 1993 eingeführt. Die Prozessoren mit dem Codenamen 80501 stellten die Nachfolger des i486 dar und waren auch mal als ‚i586‘ vorgesehen. Da sich die Nummern aber nicht als geschütztes Warenzeichen eintragen lassen, wurde ein besonderer Name ausgewählt. Die ersten Pentium CPUs wurden in 800nm (0,8µm) Technik hergestellt, setzten sich aus 3,1 Millionen Transistoren zusammen, verfügten über 16KB integrierten Cache und wurden mit 5 Volt im Sockel-4 betrieben.

Quelle: TG Daily

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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