AMDs Quad-Core Pläne

Erste 4-Kern CPU von AMD kommt 2007 mit nur einem Level-2 Cache

In China ist eine Roadmap von AMD aufgetaucht, aus der die Quad-Core Pläne des Prozessorherstellers hervorgehen. Demnach wird AMD in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres seine erste CPU mit vier Kernen unter dem Codenamen ‚Deerhound‘ auf den Markt bringen. Diese wird in 65nm Technik gefertigt, unterstützt Dual-Channel DDR2 SDRAM und ist für den im Laufe diesen Jahres erscheinenden Sockel-F (1207 Pins) geeignet. Die CPU verfügt nur über einen Level-2 Cache, den sich alle Kerne teilen.

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Diese Architektur des „Shared L2-Cache“ steht im Gegensatz zu aktuellen Dual-Core Prozessoren von AMD, bei denen jeder Kern seinen eigenen Level-2 Cache besitzt. Offenbar wechselt der Hersteller für Quad-Core CPUs auf diese Technik, denn auch der für die erste Jahreshälfte 2008 vorgesehene ‚Greyhound‘ Prozessor mit vier Kernen basiert auf dieser Infrastruktur. ‚Greyhound‘ ist die erste Quad-Core Desktop-CPU von AMD. Sie soll DDR2 und DDR3 SDRAM sowie HyperTransport 3 unterstützen. Damit dürfte klar sein, dass ‚Greyhound‘ erneut eine neue Plattform benötigt, da die in diesem Jahr erscheinende Sockel-AM2 Plattform weder für DDR3 noch für HyperTransport 3 ausgelegt ist.
Weiter findet man die 4-Kern-CPUs ‚Cadiz‘ und ‚Zamora‘ auf der Roadmap, vorgesehen für die zweite Hälfte des Jahres 2008. ‚Zamora‘ ist für Server mit mehreren CPUs ausgelegt, besitzt einen gemeinsamen Level-3 Cache, unterstützt den schnellen FB-DIMM Speicher sowie HyperTransport 3. ‚Cadiz‘ ist dagegen für Server und Workstations mit nur einer CPU gedacht und entspricht bei den Spezifikationen dem ‚Greyhound‘ Desktop-Prozessor.

Konkurrent Intel hat nach bisherigen Informationen seine Quad-Core CPUs für das erste Quartal 2007 eingeplant, sowohl für den Server-Bereich (Codename ‚Clovertown‘) als auch für Desktop-PCs (Codename ‚Kentsfield‘). Intel wird nach heutigem Stand also mit 4-Kern-CPUs mindestens drei Monate früher auf dem Markt sein als AMD.

AMD Quad-Core Roadmap (Bildquelle: HKEPC)

Quelle: HKEPC

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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