AMD stellt Quad FX Plattform vor

Dual-Dual-Plattform: 2 Dual-Core CPUs und zweimal Dual-VGA möglich

AMD 4×4, Quadfather… Codenamen gab es einige, aber heute hat AMD das Konkurrenzprodukt zu Intels erstem Quad-Core Prozessor unter einem ganz anderen Namen vorgestellt. Bei „AMD Quad FX“ handelt es sich um eine neue Plattform für zwei Dual-Core Athlon 64 FX-70/72/74 CPUs und bis zu vier High-End Grafikkarten. In Europa werden diese Prozessoren und entsprechende Mainboards ab Anfang nächsten Jahres erhältlich sein.

Anzeige

Speziell für die „AMD Quad FX“ Plattform hat AMD drei neue Prozessoren eingeführt: Athlon 64 FX-70, FX-72 und FX-74. Diese CPUs verfügen über jeweils zwei Kerne sowie 2 MByte Level-2 Cache und takten mit 2.6, 2.8 bzw. 3.0 GHz. Für die neue Plattform greift AMD auf den vom Opteron bekannten Sockel F mit 1207 Pins zurück. Damit wird ausgeschlossen, dass Anwender fälschlicherweise versuchen, günstigere Sockel AM2 CPUs auf solchen Mainboards einzusetzen. Allerdings sind die Preise für die neuen Prozessoren nicht exorbitant hoch. So kosten zwei Athlon 64 FX-70 im Doppelpack im Großhandel 599 US-Dollar. Zum Vergleich: der Athlon 64 X2 5200+ mit den gleichen Spezifikationen (2.6 GHz, 2 MByte L2-Cache) liegt bei $403.
Auch die anderen Quad FX Prozessoren gibt es laut AMD nur im Zweierpack. Ein Athlon 64 FX-72 Pärchen liegt im Großhandel bei $799, zwei Athlon 64 FX-74 kosten $999.
Im nächsten Jahr werden solche Systeme laut AMD auch mit acht CPU-Kernen zu haben sein, denn die kommenden Quad-Core Prozessoren von AMD können ebenfalls auf dieser Plattform eingesetzt werden.

Die Plattform an sich sieht vor, dass jedem Prozessor zwei Speichersteckplätze für (unbuffered) DDR2 SDRAM zur Verfügung stehen. Die CPUs kommunizieren über eine x16 HyperTransport Verbindung, die AMD „Dual Socket Direct Connect (DSDC) Architecture“ nennt.
nVidia hat passenderweise heute den nForce 680a SLI Chipsatz für die AMD Quad FX Plattform vorgestellt. Der Chipset verfügt über 56 PCI Express Lanes und bietet so eine mögliche (SLI) Konfiguration mit vier Grafikkarten (zweimal x16, zweimal x8). Unterstützt werden außerdem: 12x Serial-ATA, 4x PATA, RAID 0,1,0+1,5,JBOD, 4x Gigabit Ethernet, 20 USB-Ports, 7.1 HD Audio und bis zu zehn PCI-Slots.

In Nordamerika ist die „AMD Quad FX“ Plattform bereits erhältlich. In Europa müssen wir uns noch bis Anfang 2007 gedulden.


nVidia nForce 680a SLI Mainboard
nVidia nForce 680a SLI Chipsatz

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.