Studie zu PC-Spielen und Gewalt

Harvard-Studie sagt: Wer nicht spielt, dem fehlen soziale Kompetenzen

Wenn es um Computerspiele und das Thema Gewalt geht, so gibt es nicht wenige Studien, die gewissen Computerspielen ein hohes Aggressionen auslösendes Potential zuschreiben. Eine interessante Studie zu diesem Thema kommt nun von Cheryl Olson (Harvard University). Olson übt Kritik an zahlreichen bisherigen Studien, die unter unnatürlichen und ungünstigen Bedingungen beweisen wollten, dass beispielsweise Shooter das Aggressionspotential der Spieler fördern.

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So käme es nicht selten vor, dass man Testpersonen kurze Zeit ein wenig aufregendes Adventure spielen lasse und zum Vergleich einen Action-Shooter. Das Ergebnis: Shooter fördern die Aggressivität vergleichsweise stärker als andere Spiele. Derartige Ergebnisse seien aber mit Vorsicht zu genießen – ebenso wie solche, die aus Studien stammen, die von der Spieleindustrie angeregt wurden.
Die Ergebnisse von Olsons Studie sagen hingegen, dass Kinder, die keinerlei PC-Spiele nutzen, tendenziell mehr Probleme in der Schule oder mit den Eltern haben als solche die PC-Spiele konsumieren. Weiterhin meint die Wissenschaftlerin, dass Nichtspielen gar ein Zeichen fehlender Sozialkompetenz sei, da viele Spiele mittlerweile in der Gruppe gespielt würden.
Für die Studie befragten die Wissenschaftler 1200 Eltern und Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten. In Auftrag gegeben wurde die Studie von einem republikanischen Politiker.

Cheryl Olson

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Quelle: Spiegel Online

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