Nvidia in den roten Zahlen

Umsatz gesunken, Millionenverlust aufgrund fehlerhafter Notebook-Chips

Nach vielen erfolgreichen Quartalen mit immer weiter steigenen Umsätzen musste Nvidia in den vergangenen drei Monaten erstmals wieder einen finanziellen Rückschlag hinnehmen. Im Ende Juli abgeschlossenen zweiten Quartal des fiskalischen Jahres 2009 fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5%. Aufgrund der unverhergesehenen Kosten für die fehlerhaften Notebook-Grafikchips in Höhe von 196 Millionen US-Dollar sank Nvidia in die roten Zahlen.

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Der Verlust für die Monate Mai bis Juli betrug 120,9 Millionen US-Dollar. Im Quartal zuvor hatte man einen Gewinn von $177 Mio. verzeichnet, im zweiten Quartal des Vorjahres waren es $173 Mio. Nettogewinn.
Kein Wunder also, dass sich Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang enttäuscht von dem Ergebnis zeigte, aber immerhin redete er es nicht schön. „Der Desktop-PC-Markt hat sich weltweit abgeschwächt“, meinte er. „Und unsere Fehlkalkulation bezüglich der Preise im Wettbewerb hat weiteren Druck auf unser Geschäft mit Desktop-Grafikchips ausgeübt. Wir haben ein großartiges Produktsortiment und nach den Preiskorrekturen sind wir wieder stark aufgestellt. Für den Rest des Jahres gilt unser Fokus der Kostenreduzierung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.“
Damit spielte Huang auf die neuen GeForce GTX 260 und 280 an. Nvidia musste die Preise dieser High-End Grafikkarten bereits wenige Wochen nach der Einführung im Juni senken, um im Vergleich zu der überraschend schnellen ATI Radeon HD 4870 von Konkurrent AMD wettbewerbsfähig zu bleiben.
Huang sagte aber auch, dass die übrigens Geschäftsbereiche von Nvidia nicht der gleichen Dynamik unterlegen sind wie das Desktop-Business. „Die Notebook-Grafikchips, die integrierten Chipsätze und die professionellen Lösungen haben zusammen um 27 Prozent zugelegt gegenüber dem letzten Jahr“, fügte er hinzu.

Quelle: Pressemitteilung

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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