ATI 2009 mit DirectX11 und 40 nm

Neue Features für Gamer inklusive

Auf der Ceatec-Messe in Japan verkündete ATI, dass man wie erwartet ab 2009 Grafikchips für DirectX 11 (DX11) im 40-Nanometer-Prozess herstellen wolle. DX11 wird das Shader Model 5.0, Multithreading und die viel besprochenen „General Purpose Computation on Grapics Processing Unit“ (GPGPU) mit sich bringen. Letzteres ermöglicht der Grafikkarte auch Berechnungen vorzunehmen, die mit der Bilddarstellung an sich nicht zusammenhängen, etwa Physikberechnungen.

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Auch Tesselation unterstützt DX11. Dies ist für ATI-Grafikkarten kein neues Feature, denn bereits seit 2000 enthalten die Karten der Radeon-Serie diese Möglichkeit. Doch erst mit DX11 könnten Spieleentwickler anfangen, das Feature ausgiebiger zu nutzen. Tessellation ist eine Art Mosaikarbeit, die es ermöglicht, Figuren mit wenigen Polygonen in Echtzeit durch weitere Polygonen „aufzublasen“. Der Leistungsverlust bleibt bei dieser Technik gering. Die GPU der Xbox 360 nutzt diesen Effekt bereits in Spielen.

DX11 ist aber weniger wegen der Grafikverbesserungen in aller Munde, als aufgrund der Möglichkeit durch GPGPU Grafikkarten vielseitiger einzusetzen. Somit würden sich nicht nur für Gamer leistungsfähige DX11-Karten lohnen.

Neben DX11 und dem 40-Nanometer-Fertigungsprozess will man ab einem noch ungewissen Zeitpunkt 2009 dann auch auf GDDR5-Speicher für andere Grafikkarten als aus dem High-End Bereich setzen.

Laut ATI sind die neuesten Entwicklungen für Grafikkartenhersteller sehr vorteilhaft, da Grafikkarten nun mehr zu einer Art Rechenmaschine in der Rechenmaschine werden und sehr flexibel Aufgaben übernehmen können. Damit sind teure Modelle nicht mehr nur für Enthusiasten einen Blick wert.

Quelle: TomsHardware

André Westphal

Redakteur

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