Windows steuert Atomsprengköpfe?

Englische U-Boote rüsten auf Windows um

Hoffen wir, dass es nicht zu einem Blue Screen kommt: Die Royal Navy arbeitet fortan mit „Windows for Submarines“. Genau genommen übernehmen Windows-Anwendungen nun die Kontrolle über das LAN-System der englischen Kriegsflotte. Die „Windows for Submarines“-Inititative basiert auf Windows XP. Bei der HMS Vigilant, einem Atom-U-Boot, wurde beispielsweise das gesamte System durch Windows ersetzt. Durch die Verwendung sollen dem Steuerzahler in den nächsten 10 Jahren ca. 2.325.000 Pfund gespart werden.

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Der Wechsel bleibt umstritten: Zwar sind Mitarbeiter der Navy von der einfachen Handhabung und der schnellen Einbindung des Microsoft Betriebssystems begeistert, doch Kritiker machen sich Sorgen um Sicherheit und Verlässlichkeit der Software.

Direkte Kontrolle über Atom-Sprengköpfe bekommt Windows natürlich nicht. Dennoch wäre es nun laut The Register etwa leichter auf einem Zerstörer über das neue Netzwerk herkömmliche Raketen abzufeuern. In dem Fall wäre das wohl ein verheerender „Blue Screen of Death“.

Quelle: The Register

André Westphal

Redakteur

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