ATI Radeon HD 5830 - Seite 3

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Taktraten, Probleme & Overclocking

Die Radeon HD 5830 besitzt einen Chiptakt von 800 MHz und einen Speichertakt von 1000 MHz. Im Desktop-Betrieb bzw. bei keiner Belastung werden diese Frequenzen wie bei allen bisherigen Radeon HD 5000 Modellen stark reduziert, um den Stromverbrauch zu senken. Hier sind es 157/300 MHz.
Beim Anschluss von zwei oder mehr Monitoren werden die Taktraten bekanntlich nicht so weit abgesenkt. Bei der 5830 liegen sie dann bei 400/1000 MHz – ähnlich wie bei den anderen Radeon HD 5800 Grafikkarten.

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Infos von GPU-Z

Hardware-Monitoring

Die Chiptemperatur der Radeon HD 5830 beträgt im Desktop-Betrieb nur 42°C (abhängig vom Gehäuse und dessen Durchlüftung natürlich). Die Karte bleibt Idle also recht kühl. Unter Last steigt die Temperatur auf rund 81°C an und liegt damit deutlich unter dem kritischen Bereich von über 100°C.
Beendet man beispielsweise das 3D-Spiel, sinkt die Chiptemperatur auch wieder recht schnell und ist nach einigen Minuten wieder unter 50°C.
Beim Betrieb mit mehr als einem Monitor ist die Temperatur des Grafikchips allerdings deutlich höher, weil die Taktraten der Grafikkarte nicht mehr so weit abgesenkt werden. Statt 42°C haben wir mit zwei Monitoren im Desktop-Betrieb 59°C registriert – immerhin 40 % wärmer.

Die Lüftergeschwindigkeit kann im Catalyst Control Center (CCC) auch manuell eingestellt werden. Da hier allerdings 20 % die Untergrenze darstellt, kann man nicht mehr viel gewinnen. 21 % sind schließlich die Standardeinstellung im Desktop-Betrieb nach dem Start des Systems.
Die manuelle Einstellung des Lüfters ist aber eventuell für einige Anwender von zwei oder mehr Monitoren eine nützliche Sache. Da die Taktraten bei mehr als einem Monitor höher liegen, wird die Radeon HD 5830 dann auch wärmer und die Lüftergeschwindigkeit liegt mit 26 % etwas höher. Hier kann die manuelle Einstellung von 20 % die Geräuschentwicklung etwas eindämmen.


ATI Radeon HD 5830

Probleme traten beim Test der Radeon HD 5830 nur beim Benchmark mit Resident Evil 5 auf. Zunächst gab es immer mal wieder Abstürze, aber nach 2-3 Neustarts lief dieser Test auf einmal problemlos durch. Dies trat allerdings auch schon bei anderen Grafikkarten auf, womöglich also ein Problem von Spiel oder Treiber und nicht dieser speziellen Hardware.

Overclocking


Overclocking

Im Catalyst Control Center (CCC) kann man für die Radeon HD 5830 Taktraten von maximal 875/1200 MHz einstellen, was auch erreicht wurde. Die Auto-Tune-Funktion des CCC hat uns nach einer längeren Testphase zwar ’nur‘ 865/1190 MHz empfohlen, aber auch mit 875/1200 MHz produzierte die Grafikkarte im Dauerbetrieb weder Abstürze noch Bildfehler. Dies entspricht einer Takterhöhung von 9 bzw. 20 Prozent.
Im 3DMark Vantage (Extreme Profil, GPU Wert) wurden mit 875/1200 MHz 6421 Punkte erreicht. Das sind 10,4 % mehr als mit Standard-Taktraten.
Die Übertaktung hat wie bei den anderen Radeon HD 5000 Grafikkarten erfreulicherweise auch bei der 5830 keinen Einfluss auf die Reduzierung von Chip- und Speichertakt im Desktop-Modus. Die Taktraten wurden auch bei 875/1200 MHz weiterhin auf 157/300 MHz abgesenkt, wenn die Grafikchips nicht belastet werden.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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