Neue Treiber von AMD & Nvidia

Beta-Grafiktreiber beheben Probleme und beschleunigen einige Spiele

Gestern haben sowohl AMD als auch Nvidia neue Grafiktreiber veröffentlicht. Beide Versionen befinden sich noch im Betastatus, wurden aber aus verschiedenen Gründen schon jetzt freigegeben. AMD reagiert nach eigenen Angaben auf das große Interesse der Anwender, das der ATI Catalyst 10.3a aufgrund der höheren Performance und der Kompatibilität mit vielen Notebooks hervorruft. Nvidia behebt mit dem GeForce 197.13 Beta die mit der mittlerweile zurückgezogenen Treiberversion 196.75 entstandenen Probleme.

Anzeige

Neu am GeForce 197.13 Beta-Treiber von Nvidia ist die Unterstützung für Ion Next Generation sowie die Grafikkarten GeForce GT 320, 330 und 340. Im Vergleich zum GeForce 196.21 Treiber sollen die Spiele Crysis Warhead, H.A.W.X. und Left 4 Dead deutlich schneller laufen. Außerdem gibt es neue bzw. verbesserte SLI-Profile für eine Reihe von Games. Weitere Informationen zum neuen Treiber sind der Pressemitteilung zu entnehmen.
Der GeForce 197.13 Beta-Treiber kann bei Nvidia heruntergeladen werden.

AMD hatte ja bereits vor einiger Zeit eine Vorschau auf die ATI Catalyst 10.3 Treiber gegeben. So wird dieser 3D-Stereo unterstützen. AMD setzt dabei nicht auf eine eigene Lösung wie Nvidia, sondern öffnet diese für andere Firmen. Entsprechende 3D-Brillen wird man deshalb nicht von AMD bekommen, sondern bei Drittanbietern.
Außerdem wird der Catalyst 10.3 einige Verbesserungen für ATI Eyefinity bieten. Mit „Display Bezel Compensation“ soll man sehr einfach per integriertem Tool die Berücksichtigung der Monitorränder einstellen können. Bislang wird das Bild einfach auf dem linken und rechten Monitor fortgesetzt, was zu einer Verzerrung führt. Stellt man die Monitorränder ein, z.B. zweimal 1,5 cm, fehlt einem im Sichtfeld zwar der vertikale Bereich ‚hinter‘ den Monitorrändern, das Bild sieht insgesamt aber natürlicher aus.
Darüber hinaus kann man Farben, Helligkeit und Kontrast künftig für jeden angeschlossenen Monitor einzeln einstellen.
Gute Nachricht für Besitzer von Notebooks mit ATI Mobility Radeon Grafikchips: Ab dem Catalyst 10.3 wird es auch monatliche Updates für diese Grafikprodukte geben – mit Einschränkungen. Bislang war man hier auf die Treiber-Updates der Notebook-Hersteller oder ‚gemoddete‘ Treiber angewiesen, demnächst gibt es diese direkt von AMD. Unterstützt werden ATI Mobility Radeon HD 2000, 3000, 4000 und künftige Chips sowie Windows 7 und Vista und – das ist die erwähnte Einschränkung – „die meisten“ Notebook-Hersteller. AMD hat den Herstellern diese Treiber-Unterstützung angeboten und die allermeisten machen mit, drei aber nicht. Die Treiber-Updates werden sich demnach nicht auf Notebooks von Sony, Toshiba und Panasonic installieren lassen. Diese drei Hersteller haben sich entschlossen, nicht an diesem Treiberprogramm teilzunehmen.
Der ATI Catalyst 10.3a bietet weiterhin eine Reihe von Leistungsverbesserungen, die AMD allerdings nicht näher quantifiziert hat. Der Beta-Treiber ist geeignet für Windows 7 und Vista und in vier Versionen – für Grafikkarten und für Notebooks, jeweils als 32- und 64-bit-Version – erhältlich.

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.