Panasonic zur 3D-Zukunft

Die Brillen werden verschwinden - wann ist unklar

Bei der Produktion von „Avatar“ hat James Cameron bereits auf Panasonics 3D-Techniken zurückgegriffen. Dadurch sieht sich das Unternehmen selbst als Vorreiter in diesem Bereich: Etwa bietet das Unternehmen aktuell als einziges 3D-Plasma-Fernseher und 3D-Blu-ray-Player mit zwei HDMI-Anschlüssen an. Auf diese Weise können Besitzer der Geräte die verlustfreien Audiosignale weiterhin über ältere Audio-Video-Receiver übertragen und dennoch stereoskopisches 3D nutzen. In einem Interview äußert sich Steve Lucas, Produkt-Spezialist bei Panasonic UK, zu den weiteren Unternehmens-Plänen.

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Lucas glaubt etwa, dass die aktuell kritisierten 3D-Gimmicks in Filmen abbauen werden. Er meint damit Szenen in denen Objekte geradewegs auf den Zuschauer zufliegen. Besser wäre den Zuschauer genau umgekehrt quasi in die Szene hineinzuziehen. Hier müssten die Filmemacher noch lernen die Technik besser zu nutzen.

Auf die Frage hin, ob sich 3D auch für Hobby-Filmer durchsetzen könnte, äußerste sich Lucas vorsichtig. Laut ihm plane Panasonic für die nächste Zeit keine 3D-Kameras für Privatkunden, da die Technik noch zu kostspielig sei. Er sehe aber durchaus Potential. Allerdings sei die Video-Bearbeitung zusätzlich um einiges komplizierter als bei 2D-Videos, so dass die große Adoption noch brauchen werde.

Weiterhin erklärte Lucas warum Panasonic nur Plasma-Fernseher mit 3D-Unterstützung anbietet aber keine LCDs. Laut Lucas benötige man sehr hohe Bildwiederholraten um saubere 3D-Bilder ohne Verwischungen und Bildüberlagerungen darzustellen. LCDs böten laut Lucas nicht genügend Spielraum, so dass Plasmas für 3D-Videos eindeutig zu bevorzugen seien.

Zuletzt äußerte sich Lucas noch zum unbeliebten Brillenzwang für 3D-Inhalte. Er glaubt, dass autostereoskopische Displays mit Sicherheit folgen werden, konnte aber keine Zeitangaben wagen.

Quelle: 3DRadar

André Westphal

Redakteur

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