Nvidia verliert gegen Rambus

Muss Produkte einstellen oder Lizenzgebühren zahlen

Nvidia und Rambus hatten vor Gericht einen langwierigen Rechtsstreit auszutragen, der nun offenbar ein Ende findet – zu Gunsten von Rambus. Die U.S. International Trade Commission in Washington stimmte Rambus zu, die behauptet hatten, Nvidia würde in diversen Produkten drei Rambus-Patente verletzen. Das Gericht untersagte weitere Importe der betroffenen Produkte. Nvidia beruhigte seine Kunden allerdings sogleich und erklärte, die Verkäufe fortzuführen und ein Lizensierungsabkommen abzuschliessen. Nvidia gibt den Kampf gegen Rambus demnach im Sinne seiner Kunden auf.

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Rambus erwirtschaftet 96 % seiner Einnahmen durch Patent-Lizenzen. Jetzt, da auch Nvidia klein beigeben muss, dürften noch mehr Gelder an die Firma fließen. Vermutlich werden durch Nvidias Niederlage weitere Firmen direkt auf Rechtsstreitigkeiten mit Rambus verzichten und Lizenzabkommen abschliessen.

Laut Rambus-Sprecher Tom Lavelle müsse Nvidia nicht nur für die Zukunft Geld bezahlen, sondern auch Versäumnisse der Vergangenheit nachholen: „Sie haben acht Jahre lang unsere Patente verletzt und müssen uns nun entschädigen“. Diesbezüglich läuft allerdings noch ein unabhängiges Verfahren.

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Quelle: BusinessWeek

André Westphal

Redakteur

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