Neue 3D-Technik aus Deutschland

Setzt auf die "guten alten" Anaglyph-Brillen

Aktuelle 3D-Techniken auf Polarisations- bzw. Shutter-Basis haben ihre Nachteile: Die Blickwinkel sind stark eingeschränkt, die Helligkeit des Bildes nimmt ab und viele Anwender bekommen durch Ermüdung der Augen Kopfschmerzen beim längeren Konsum von 3D-Inhalten. Die deutsche Firma Infitec will deshalb in Zusammenarbeit mit der schweizer Firma Optics Balzers ein Konkurrenzprodukt vorstellen: die Dualplex Displays. Die Bildschirme nutzen eine stark verbesserte Anaglyph-Technik und sollen die Nachteile der anderen 3D-Techniken ausgleichen.

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Die Dualplex Displays können 3D-Inhalte auf hohen Auflösungen anzeigen, ermöglichen flexible Blickwinkel, nutzen die volle Helligkeit und sorgen für weitaus weniger Ermüdung der Augen. Das Ergebnis wird durch die aus alten Zeiten bekannten Rot-Grün-Filter erreicht.

Die 3D-Brillen bzw. Displays der Firmen Infitec und Optic Balzers nutzen weitaus engere Farbbandbreiten als herkömmliche Anaglyph-Brillen und sollen durch die sehr spezifischen Wellenlängen von Blau, Grün und Rot einen besseren 3D-Effekt erreichen. Die Displays sollen Benutzern ermöglichen den Kopf beliebig zu drehen und sich hinzulegen – beides ist bei aktuellen 3D-Bildschirmen mit Polarisations- oder Shutter-Brillen unmöglich.

Die Hersteller wollen ihre Bildschirme in naher Zukunft auf dem Massenmarkt anbieten, eventuell beschränkt sich der Verkauf aber zunächst auf den professionellen Bereich wie etwa die Medizintechnik.

Ob die Displays auch für Privatkunden interessant sind, muss die Farbwiedergabe zeigen: Diese ist bei Anaglyph-3D stark verändert und gilt demnach wahrscheinlich als neuer Nachteil der Dualplex Displays. So müsste sich zeigen, welche Technik nun für Kunden die meisten Vorteile bündelt.

Quelle: Gizmag

André Westphal

Redakteur

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