OnLive finanziell nicht tragfähig?

Service soll mehr kosten, als er einnimmt

Vikas Gupta, Geschäftsführer der Firmen TransGaming sowie des Cloud-Gaming-Services Game Tree TV, bezweifelt, dass OnLive finanziell rentabel sei. Laut Gupta würden Hardcore-Spieler sich von OnLive fernhalten, weil sie zu viele Einbußen bei der Auflösung und der verzögerungsfreien Darstellung der Spiele in Kauf nehmen müssten: „Wir glauben nicht, dass OnLive mit seinem Geschäftsmodell Geld verdient“, sagt Gupta kurz und knapp. Laut Gupta müsse OnLive zu viel Geld an die Publisher der Spiele abtreten und zu viel Geld für die Installation und den Betrieb seiner riesigen Datenzentren investieren.

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Gupta erklärt weiterhin, dass man bei Ego-Shootern beispielsweise auf schnelles, verzögerungsfreies Gameplay angewiesen sei – hier könne OnLive eben einfach nicht mit klassischen Spielekonsolen oder PCs mithalten. Sinnvoller sei kleine Independent-Spiele per Cloud-Gaming anzubieten – so wie es Guptas eigene Firma Game Tree TV mit Titeln wie „Plants vs. Zombies“ handhabe. Zudem lade man die entsprechenden Spiele aufgrund ihrer kleinen Dateigrößen direkt auf die Geräte, wie TVs oder Set-Top-Boxen und umgehe so viele der Probleme, die OnLive plagen. Zudem fallen natürlich für kleine Indie-Titel wesentlich geringere Abgaben an Entwickler und Publisher an, als bei Triple-A-Spielen.

Im Ergebnis bescheinigt Gupta OnLive nur noch eine kurze Lebensdauer und hält vom Geschäftsmodell der Konkurrenz wenig.

Quelle: CVG

André Westphal

Redakteur

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