AMD steigert Umsatz und Gewinn

Ergebnis doch etwas besser als vor einem Monat befürchtet

Vor einem Monat hatte AMD noch seine Umsatzprognose nach unten korrigieren müssen, aber nun ist das Ergebnis des dritten Quartals doch etwas besser ausgefallen. Statt nur um 4 bis 6 % stieg der Umsatz im Vergleich zum zweiten Quartal um 7,3 %. Aufgrund der Fertigungsprobleme mit der 32-nm-Technik hat man die ursprünglich erwarteten 10 % Wachstum aber deutlich verfehlt. Trotzdem bleibt AMD weiter in der Gewinnzone.

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Der Umsatz von AMD betrug im dritten Quartal 1,69 Milliarden US-Dollar. Das sind 4,5 % mehr als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Damals musste AMD auch einen Verlust in Höhe von $118 Mio. hinnehmen, jetzt stehen $97 Mio. Gewinn unter dem Strich. Im Vergleich zum zweiten Quartal wurde der Nettogewinn um satte 59 % gesteigert.
Erfreulich ist auch die Steigerung des Gewinns aus dem operativen Geschäft. Mit nun $138 Mio. liegt dieser 31 % über dem zweiten Quartal und 8 % über dem dritten Quartal des Vorjahres.

AMDs neuer Chef Rory Read betont bei der Bewertung des Ergebnisses die starke Nachfrage nach den APUs, die dazu geführt habe, dass AMD seinen Umsatz im Mobilbereich um 35 % steigern konnte. „Trotz der Lieferprobleme haben wir zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Auslieferungen in aufstrebenden Märkten wie China und Indien sowie allgemein bei den Marktanteilen von Mainstream-Notebooks verzeichnet„, fügte Read hinzu.

Laut AMD sind die durchschnittlichen Verkaufspreise ihrer Mikroprozessoren im Vergleich zum zweiten Quartal etwas angestiegen, im Jahresvergleich aber gesunken.
Der Umsatz der CPU-Sparte lag 6 % höher als im Quartal zuvor und 5 % höher als im dritten Quartal 2010. Das lag in höheren Einnahmen im Server- und Mobil-Bereich, denn der Umsatz mit Desktop-CPUs ging zurück.
Im Grafikbereich stieg der Umsatz im Vergleich zum zweiten Quartal um 10 %. AMD begründet dies vor allem mit der saisonal bedingten höheren Nachfrage nach Grafikkarten. Die Umsatzsteigerung von 4 % gegenüber dem Vorjahr lag dagegen laut AMD hauptsächlich an diskreten Notebook-Grafikchips.
Auch der durchschnittliche Verkaufspreis der Grafikchips lag zuletzt höher – sowohl gegenüber dem zweiten Quartal als auch gegenüber 2010.

Für das vierte Quartal erwartet AMD einen um 1 bis 5 % höheren Umsatz als in den letzten drei Monaten.

Hier der Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung von AMD und Intel seit Anfang 2006:

Quartalszahlen
Quartal Firma Umsatz Gewinn
1.2006 Intel $8.940 Mio $1.357 Mio
AMD $1.330 Mio $185 Mio
2.2006 Intel $8.009 Mio $885 Mio
AMD $1.220 Mio $89 Mio
3.2006 Intel $8.739 Mio $1.301 Mio
AMD $1.328 Mio $119 Mio
4.2006 Intel $9.694 Mio $1.501 Mio
AMD $1.773 Mio -$527 Mio
1.2007 Intel $8.852 Mio $1.636 Mio
AMD $1.233 Mio -$611 Mio
2.2007 Intel $8.680 Mio $1.278 Mio
AMD $1.378 Mio -$600 Mio
3.2007 Intel $10.090 Mio $1.860 Mio
AMD $1.632 Mio -$396 Mio
4.2007 Intel $10.712 Mio $2.271 Mio
AMD $1.770 Mio -$1.772 Mio
1.2008 Intel $9.673 Mio $1.443 Mio
AMD $1.505 Mio -$358 Mio
2.2008 Intel $9.470 Mio $1.601 Mio
AMD $1.349 Mio -$1.189 Mio
3.2008 Intel $10.217 Mio $2.014 Mio
AMD $1.776 Mio -$67 Mio
4.2008 Intel $8.226 Mio $234 Mio
AMD $1.162 Mio -$1.424 Mio
1.2009 Intel $7.145 Mio $629 Mio
AMD $1.177 Mio -$416 Mio
2.2009 Intel $8.024 Mio -$398 Mio
AMD $1.184 Mio -$330 Mio
3.2009 Intel $9.389 Mio $1.856 Mio
AMD $1.396 Mio -$128 Mio
4.2009 Intel $10.569 Mio $2.282 Mio
AMD $1.646 Mio $1.178 Mio
1.2010 Intel $10.299 Mio $2.442 Mio
AMD $1.574 Mio $257 Mio
2.2010 Intel $10.765 Mio $2.887 Mio
AMD $1.653 Mio -$47 Mio
3.2010 Intel $11.102 Mio $2.955 Mio
AMD $1.618 Mio -$118 Mio
4.2010 Intel $11.457 Mio $3.180 Mio
AMD $1.649 Mio $375 Mio
1.2011 Intel $12.847 Mio $3.160 Mio
AMD $1.610 Mio $510 Mio
2.2011 Intel $13.032 Mio $2.954 Mio
AMD $1.574 Mio $61 Mio
3.2011 Intel $14.233 Mio $3.468 Mio
AMD $1.690 Mio $97 Mio

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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