Sony zeigt papierbetriebene Batterie

Lüfter wird durch Glukose-Umwandlung angetrieben

Auf der Eco-Products-Messe in Tokyo hat Sony eine neue Technik vorgeführt, mithilfe derer sich quasi aus Altpapier Energie gewinnen lässt: Kinder durften Papierreste in eine Mischung aus Wasser und Enzymen geben. Nach einigem Schütteln und etwas Warten konnte durch die Mischung ein kleiner Lüfter angetrieben werden. Chisato Kitsukawa, PR-Manager bei Sony, erklärt: „Es handelt sich um den gleichen Mechanismus, über den Termiten Holz essen und dessen Energie umwandeln“. Laut Kitsukawa sei die theoretische Forschung in diesem Gebiet gut entwickelt, aber es gebe zu wenig Praxisdemonstrationen.

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Sony will innerhalb dieses Projekts eine Art Bio-Batterie entwickeln, die Glukose in Elektrizität umwandelt. Das Prinzip funktioniert über Enyzme, welche den Zucker aus den Papierresten herauslösen. Im Ergebnis sollen umweltfreundliche Batterien entstehen, die sich leicht entsorgen lassen.

Noch ist die Technik aber weit von der Marktreife entfernt, da durch die Energieumwandlung noch zu wenig Elektriziät gewonnen werden kann. Laut Sony-Sprechern reiche der Strom zwar bereits für digitale Musik-Abspielgeräte, für reguläre Batterien fehle dagegen die Elektrizität.

Auf der Messe wurde übrigens noch eine weitere Demonstration durchgeführt: Eine Weihnachtskarte spielte Musik ab, sobald bestimmte Punkte mit Fruchtsaft beträufelt wurden. Die Technik ist demnach durchaus zukunftsträchtig und wir sind auf die Weiterentwicklungen gespannt.

Quelle: Physorg

André Westphal

Redakteur

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