Google plant schnellere Chromebooks

Zweite Generation soll die erste übertrumpfen

Googles Chromebooks sind kompakte Notebooks, die vor allem auf Cloud-Computing ausgerichtet sind. Die erste Generation krankte aber noch an enormen Leistungsproblemen und konnte selbst devote Cloud-Computing-Fans nicht überzeugen. Google hat diese Probleme anerkannt und verspricht für die kommende, zweite Generation Besserung: „Wir haben die Benutzerfreundlichkeit, die Geschwindigkeit und die Sicherheit verbessert“, erklärt Googles Senior-Vizepräsident für Chrome, Sundar Pichai. Auch das Chrome-Betriebssystem soll dank Updates alle sechs Wochen stetig wachsen.

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Aktuelle Chromebooks zeigen selbst beim einfachen Scrollen oder flashbasierten Online-Spielen teilweise drastische Verzögerungen. Dies ist der Preis für die langen Akkulaufzeiten und niedrigen Verkaufspreise, schreckte aber viele Anwender ab. Mit der zweiten Generation sucht Google nun nach einem besseren Kompromiss aus Leistung, Stromverbrauch und Preis.

Googles Chromebooks verzichten zugunsten ihres Fokus auf Cloud-Computing-Umgebungen über das hauseigene Chrome-Betriebssystem auf aufwändige Hardware. Die meisten Anwendungen laufen also direkt über den Browser und nicht nativ im zugrunde liegenden Betriebssystem auf Linux-Basis. Im Grunde versucht Google mit den günstigen Notebooks also seine Cloud-Computing-Vorliebe am Markt durchzusetzen. Das Projekt krankt aber noch an den hohen Latenzen und vielen kleineren Problemen, wie dem umständlichen Offline-Zugriff auf Google Docs. Auch die Stabilität war anfangs nicht immer gewährleistet und Bugs in der Software plagten die Nutzer.

Sollte Google jedoch seine Versprechungen wahrmachen, was die Verbesserungen betrifft, könnten Chromebooks an der Schnittstelle zwischen Netbooks und Tablets ansetzen: Sie haben größere Displays als Netbooks aber hohe Akkulaufzeiten und eine Tastatur, die Tablets fehlt. Jetzt muss man abwarten, wie sich die zweite Generation am Markt behauptet.

Quelle: Cnet

André Westphal

Redakteur

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