Sony entlässt 10.000 Angestellte

Strategiewechsel fordert Opfer

Sony entlässt laut der japanischen Zeitung Nikkei, die bisher mit ihren Meldungen in der Regel Recht behalten hat, 10.000 Angestellte. Diese Zahl steht für 6 % der Sony Mitarbeiter weltweit. Zudem sollen sieben Manager, darunter auch der Vorstandsvorsitzende und ehemalige Geschäftsführer Sir Howard Stringer, auf ihre Bonuszahlungen verzichten. Man erwartet, dass Sony für das letzte Fiskaljahr Verluste in der Höhe von ca. 2,7 Milliarden US-Dollar eingefahren hat. Das macht einen Strategiewechsel und damit aus Unternehmenssicht auch die Streichung von Arbeitsplätzen notwendig.

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Der aktuelle Sony-Primus, Kaz Hirai, hatte bereits angekündigt, dass sein Ziel sei „ein einziges Sony“ zu erschaffen und die Isolierung einzelner Abteilungen aufzuheben. Zuvor hatten Analysten häufig kritisiert Sony habe innnerhalb des Konzerns zu viele Inseln gebildet, die alle ihre eigenes Süppchen kochen würden. Offenbar sieht Hirai dies genau so und hat deswegen zahlreiche Projekte gestrichen und Abteilungen zusammengelegt.

Sony selbst hat die Angaben um 10.000 gestrichene Stellen aktuell noch nicht kommentiert. Eine offizielle Stellungnahme erwartet man für Mitte der Woche.

Quelle: Nikkei

André Westphal

Redakteur

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