Nintendo: 458 Mio. US-Dollar Verlust

Setzt Hoffnungen jetzt auf seine Wii U

Nintendo hat seine Geschäftsergebnisse für 2011 veröffentlicht und muss einen Verlust von 458 Millionen US-Dollar hinnehmen. Das japanische Unternehmen sieht die Ursache in erster Linie in der wachsenden Konkurrenz für das Handheld-Segment durch Smartphones. Zudem habe sich die alternde Wii zu den Feiertagen schlechter verkauft als erwartet. Auch die schnelle und dramatische Preissenkung des 3DS hat Nintendo einiges an Einnahmen gekostet. Gleichzeitig kündigt Nintendo an, für das aktuelle Finanzjahr, das am 31. März 2013 endet, wieder mit Gewinnen zu rechnen.

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Nintendos Optimismus fusst auf zwei Säulen: Erstens rechnet man damit, das 3DS im Verlauf des Jahres mit Gewinn produzieren bzw. verkaufen zu können – aktuell bedeutet jede verkaufte Konsole einen Verlust für Nintendo. Zweitens setzt man große Hoffnungen in die Veröffentlichung der Wii U zu den Feiertagen.

Analysten sehen Nintendos Zukunftsaussichten kritischer: Die Wii U sei technisch nicht auf der Höhe der Zeit und was noch mit der Wii funktioniert habe, sei heute durch den Aufstieg von Smartphones und Tablets schwieriger zu bewerkstelligen. So bewerten Marktforscher das neue Controller-Konzept der Wii U nicht mehr als ausreichendes Alleinstellungsmerkmal. Nintendo konzentriere sich zu sehr auf die reine Spieleerfahrung, während heute gerade die Multimedia-Fähigkeiten einer Konsole immer wichtiger würden.

Quelle: Nintendo

André Westphal

Redakteur

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