Radeon HD 7830 Prototyp taucht auf

Gerät versehentlich zu Boardpartnern

Die Kollegen von Toms Hardware haben offenbar aus Versehen den Prototypen einer AMD Radeon HD 7830 in die Finger bekommen: Eigentlich wollten sie eine Single-Slot-HD-7850 des Herstellers Afox testen, doch die Grafikkarte verhielt sich in Benchmarks ungewöhnlich. So blieb die Leistung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Stattdessen pendelte sich das Ergebnis zwischen der HD 7770 und der HD 7850 ein. Des Rätsels Lösung war, dass die Karte mit nur 768 Shadereinheiten bestückt war – eine reguläre HD 7850 wartet aber mit 1.024 Shadern auf.

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Toms Hardware nahm, nun da das Interesse erst recht geweckt war, die Grafikkarte auseinander. Man stellte fest, dass der verbaute Grafikchip mit der Aufschrift 1152 ENG eigentlich auf eine HD 7870 hindeutete. Möglich ist, dass AMD somit defekte Chips der HD 7870 für eine potentielle HD 7830 einsetzt.

Das BIOS ließ sich agegen nur über Umwege auslesen und der Treiber identifizierte die Grafikkarte stur als HD 7850. Manipulationen des BIOS führten zu Abstürzen – die Grafikkarte funktionierte weder mit dem Referenzkarten-BIOS der HD 7870 noch dem der HD 7850. Offenbar sind also hardwareseitig tatsächlich nur 768 Shader aktiv.

AMD verweigerte zu diesem seltsamen Vorfall einen Kommentar. Es ist aber wahrscheinlich, dass AMD hier versehentlich einen falschen Chip an einen Boardpartner lieferte und in Wirklichkeit eine HD 7830 plant, um die relativ große Lücke zwischen HD 7770 und HD 7850 zu schließen.


Quelle: TomsHardware

André Westphal

Redakteur

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