Sony: Cloud-Gaming-Deal mit Gaikai?

PS1- und PS2-Titel bald per Stream verfügbar

Seit einigen Wochen halten sich Gerüchte, dass Sony große Pläne fürs Cloud-Gaming hege. Zwischenzeitlich wollten einige Insider gar bereits wissen, dass sich der japanische Konzern den Anbieter OnLive einverleiben wolle. Jetzt gibt es abermals neue Spekulationen, die mehr ins Detail gehen: So soll Sony in Wahrheit ein Abkommen mit Gaikai geschlossen haben. Es soll sich um das Streaming älterer Spiele drehen, die ursprünglich für die Playstation 1 bzw. Playstation 2 erschienen sind. Per Cloud-Gaming wolle Sony quasi der PS3 die Abwärtskompatibilität zurückgeben und den Spielekatalog eventuell sogar für weitere Geräte öffnen.

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Zunächst soll Sony gemeinsam mit Gaikai seine First-Party-Spiele der Playstation 1 und 2 anbieten. Anderen Entwicklern wird es offen stehen, ihre alten Perlen ebenfalls auf diese Weise erneut der Spieler-Community zugänglich zu machen – gegen Obulus natürlich. Es heißt Sony wolle die Partnerschaft mit Gaiki bereits diesen Monat auf der E3 in Los Angeles offiziell machen.

Gaikai kooperiert bereits mit vielen Entwicklern und Publishern. Doch bisher stammt das gesamte Spieleangebot aus dem PC-Segment. Die Partnerschaft mit Sony würde den Cloud-Gaming-Service um ganz neue Klassiker aus der Playstation-1- und Playstation-2-Ära bereichern. Dass diesbezüglich ein Bedarf besteht, zeigen aktuelle HD-Collectionen zu älteren Spielen wie „God of War“, „Devil May Cry“ oder „Silent Hill“.

Aktuell ist jedoch noch offen, wie genau sich die Partnerschaft zwischen Gaikai und Sony gestalten soll. Man weiß also nicht, ob Sony seine alten Katalogtitel ausschließlich für die Playstation 3 und Playstation Vita in der Cloud anbieten will oder aber auch ein Service für Smartphones, Tablets oder gar PCs möglich wäre. Alternativ könnte Sony Cloud-Gaming auch in seine Bravia-TVs einbinden, um sich stärker von der Konkurrenz im LCD-Segment abzugrenzen.

Genaueres erfahren wir wohl bereits nächste Woche auf der E3 in Los Angeles. Aktuell enthalten sich sowohl Gaiki als auch Sony offiziell noch eines Kommentares.

Quelle: GamesIndustry

André Westphal

Redakteur

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