EU-Kommission & Google im Clinch

Streit wegen mobiler Dienste

Die EU-Kommission und Google liegen aktuell miteinander im Clinch: Der EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia strebte ursprünglich eine schnelle Einigung wegen kartellrechtlicher Vorwürfe gegen den Suchmaschinen-Giganten an. Allerdings soll die Einigung jetzt auf der Kippe stehen, da Alumnia von Google weitere Zugeständnisse bei den mobilen Diensten für Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem Android verlangt. Alumnia will nun nächste Woche bekannt geben, ob man weiter mit Google verhandele oder eine offizielle Mitteilung der Beschwerdepunkte erfolgt.

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Sollte Letzteres eintreten, könnte Google eine empfindliche Geldbuße drohen – jene könnte rund 10 % des Jahresumsatzes betragen. Bei Googles Jahresumsatz von rund 38 Milliarden. Euro im Jahr 2011 wäre das selbst für den IT-Riesen kein Pappenstiel.

Die EU-Kommission hatte das Verfahren gegen Google bereits 2010 eröffnet. Man wirft dem Unternehmen unter anderem vor eigene Dienste in den Suchmaschinenergebnissen bevorzugt zu behandeln. Ergänzend soll Google Inhalte anderer Suchdienste kopiert haben. Zudem soll Google seine Werbepartner unter Druck gesetzt und verpflichtet haben auf Anzeigen bei Konkurrenten im Suchmaschinenbereich zu verzichten. Außerdem soll Google die Konkurrenz aktiv behindert haben, indem das Unternehmen die Übertragbarkeit der AdWords-Dienste auf andere Plattformen künstlich massiv erschwert habe.

Quelle: Heise

André Westphal

Redakteur

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