Microsoft über Windows-8-Strategie

Julie Larson-Green verteidigt die Änderungen

Die neue Windows-Chefin Julie Larson-Green verteidigt in einem Interview Microsofts Veränderungen an der Oberfläche des Betriebssystems. Zuvor übernahm im Grunde jede neue Windows-Version Strukturen und Funktionen, die seit Windows 1995 im Kern unangetastet blieben. Windows 8 wagte hier einen Radikalschlag und entfernte das Startmenü. Außerdem hat Microsoft die Bedienung durch Touchscreens zu einem neuen Fokus gekürt und die frische Kachel-Oberfläche darauf angepasst. Julie Larson-Green steht nun für Windows 8 gerade, dessen Entwicklung ihr Vorgänger, Steven Sinofsky, angeführt hat.

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Laut Larson-Green waren viele der Veränderungen überfällig, denn die neuen Live-Kacheln brächten endlich die zentrale Übersichtlichkeit mit sich, die man im neuen Millenium am PC benötige. Die Windows-Chefin betont außerdem die Wichtigkeit von Touchscreens, welche in Zukunft eine immer größere Rolle im PC Alltag spielen sollen. Larson-Green glaubt, dass schon in wenigen Jahren so gut wie alle Computer Touchscreens bieten werden. Darauf müsse man sich schon jetzt vorbereiten. Die Windows-Chefin vergleicht die anfängliche Kritik an Windows 8 mit der ersten Kritik an den Office-Überholungen: Auch bei Microsoft Office hätten zunächst viele Anwender die neue Benutzeroberfläche kritisiert. Mittlerweile wird sie gemeinhin als enorme Verbesserung wahrgenommen.

So nimmt Larson-Green an, dass sich die Nutzer auch an Windows 8 einfach gewöhnen müssen. Später würden sie dann die Optimierungen erst zu schätzen wissen.

Quelle: TechnologyReview

André Westphal

Redakteur

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