Panasonic: Abschied von Plasma-TVs?

Hersteller will seine TV-Sparte verkleinern

Im Heimkino-Bereich bleibt Film-Liebhabern die Entscheidung sich für einen Beamer oder aber LCD- bzw. Plasma-TV zu entscheiden. Es sei denn der Geldbeutel ist so prall gefüllt, dass auch einer der ersten, hochpreisigen OLED-Bildschirme in Frage kommt. Von allen Techniken ist besonders das Plasma-Segment in den letzten Jahren drastisch abgeflacht. Trotz Verbesserungen bei der Energieeffizienz sind Plasmas immer noch als „Stromfresser“ verschrien. Jetzt sieht es sogar so aus, als ob einer der größten Hersteller, Panasonic, innerhalb der nächsten drei Jahre den Ausstieg plane.

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Panasonic möchte innerhalb der nächsten drei Jahre seine TV-Sparte verkleinern. Zu jener gehören sowohl die LCD- als auch die Plasma-Fernseher des Unternehmens. Obwohl die Panasonic-Plasmas in Fachkreisen einen exzellenten Ruf genießen und in Tests mit der VT-Reihe die Spitze markieren, stagnieren die Verkaufszahlen. Die Zukunftsprognosen gehen sogar von Umsatzeinbrüchen aus. Panasonic selbst äußert sich zu den Gerüchten um einen Ausstieg aus dem Plasma-Markt: „Wir wägen aktuell für unsere TV-Sparte mehrere Möglichkeiten ab. Noch haben wir keine finale Entscheidung getroffen“ – das ist zumindest schonmal kein klares Dementi.

Laut dem japanischen Magazin Nikkei wolle Panasonic seine Plasma-Fabrik in Amagaskai in Japan in seinem Fiskaljahr 2014 schließen. Die entsprechenden Prozesse zur Abschreibung des Equipments sollen sogar bereits laufen. Die Entwicklung neuer Plasma-TVs habe Panasonic bereits eingestellt.

Hartware.net gegenüber haben anonyme Techniker aus dem Hause Panasonic bereits geäußert, dass die Reise bei dem japanischen Hersteller wohl Richtung OLED gehen solle. Aus unserer Sicht würde diese Entscheidung Sinn machen: So könnte Panasonic mit konkurrenzfähigen OLED-TVs eventuell seine treuen Plasma-Kunden überzeugen, die von LCDs nichts wissen wollen. Außerdem könnte man mit den stromsparenden Geräten auch manchen LCD-Besitzer ködern.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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