DDR4-Adoption verzögert sich

Flaute im PC-Markt sei schuld

Durch die Flaute im PC-Markt verzögern sich auch einige technische Entwicklungen – etwa der Sprung von DDR3- zu DDR4-Arbeitsspeicher. Verantwortlich sei laut Analysten, dass sich die Speicherpreise derzeit stabilisieren, da viele Zulieferer ihre Produktionsvolumen reduziert haben bzw. lieber RAM für Smartphones und Tablets ausliefern. „DDR4 ist aktuell unwichtig. Es ist nicht gerade ein Produkt, nach dem sich Kunden sehnen“, erklärt Mike Howard, seinses Zeichens Senior-Analyst für die DRAM- und Speicher-Abteilung bei IHS iSuppli.

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Die finalen Spezifikationen für DDR4-RAM hat die JEDEC Solid State Technology Association bereits im September 2012 veröffentlicht. Seitdem hat sich wenig getan, denn es laufen bei den Herstellern weiterhin interne Tests. Analysten rechnen nicht vor 2015 bzw. 2016 damit, dass der neue Arbeitsspeicher großflächig am Markt verfügbar ist und von Herstellern verbaut wird. Die Analysten der IC Insights prophezeien wiederum, dass DDR4 den DDR3-RAM frühestens 2016 in den Verkaufszahlen überholen werde.

Das Problem sei auch, dass AMD und Intel frühestens für Ende 2013 Prozessoren und Chipsets planen, die DDR4 überhaupt unterstützen. Zudem wolle derzeit kein Verbraucher einen Premium-Preis für DDR4-RAM zahlen – die Hersteller versprechen sich im Umstieg aber höhere Gewinnmargen. Zusammengenommen führe die Situation dazu, so Howard, dass DDR4 für alle Beteiligten derzeit keine hohe Priorität genieße.

DDR4 verbraucht im direkten Vergleich mit DDR3-RAM 20 bis 40 % weniger Strom und verdoppelt die Bandbreiten. Bis der Speicher aber großflächig Akpzeptanz auf dem Markt erreicht, dürfte noch reichlich Zeit vergehen.

Quelle: PCWorld

André Westphal

Redakteur

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