Intel „Raptor Lake“ unterstützt weiter DDR4 & DDR5

Interne Präsentation zeigt Spezifikationen der kommenden CPU-Generation

Intels kommende „Raptor Lake-S“ Plattform wird neben DDR4- auch DDR5-Hauptspeicher unterstützen. Zudem wird die CPU selbst PCI Express 5.0 ermöglichen, aber der Chipsatz bleibt wohl noch bei PCIe 4.0. Das ist einer Präsentation Intels für chinesische Kunden zu entnehmen. Einer der Teilnehmer hat dabei ein Foto der Übersicht über „Raptor Lake-S“ gemacht, das kurzerhand ins Internet gelangt ist.

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Demnach wird „Raptor Lake“ weiterhin mit beiden Hauptspeichergenerationen kompatibel sein, wie bereits die aktuellen „Alder Lake“ Prozessoren, Intels 12. Core Generation. Der Grund dürfte der immer noch laufende Übergang von DDR4 zu DDR5 sein. Denn DDR5-RAM ist immer noch deutlich teurer als DDR4 und noch nicht weit genug verbreitet, um komplett auf DDR5 umzustellen. Allerdings unterstützt „Raptor Lake“ laut Intel-Präsentation schon DDR5-5600, wohingegen „Alder Lake“ offiziell maximal DDR5-4800 unterstützt. Bei DDR4 bleibt es allerdings bei 3200 MHz.

Interessant ist auch die Unterstützung von PCI Express 5.0. „Alder Lake“ bietet bereits PCIe 5.0, aber ist auf bis zu 16 Lanes per direkter CPU-Anbindung beschränkt. Dies soll bei „Raptor Lake“ nicht anders sein, denn auch die neuen (Intel 700) Chipsätze zur kommenden CPU-Generation bleiben bei PCIe 4.0. Intel unterstützt demnach NVMe-SSDs (M.2) mit PCIe 5.0 nur, wenn der Mainboard-Hersteller dafür PCIe-Lanes vom Grafikkartensteckplatz abzieht. Damit dürften die meisten Hauptplatinen bei PCIe 4.0 SSDs bleiben.

AMD wird dagegen bei seiner kommenden CPU-Generation auf „Zen 4“ Basis bzw. dem AM5-Sockel ausreichend PCIe 5.0 Bandbreite sowohl für Grafikkarte als auch NVMe-SSDs bieten. AMDs Ryzen 7000 CPUs sollen Mitte September erscheinen, während Intels „Raptor Lake“ wohl einen Monat später kommen soll.

Bei der jüngsten Präsentation in China bestätigte Intel außerdem, dass „Raptor Lake“ CPUs über mehr Kerne verfügen werden, ohne allerdings Einzelheiten zu nennen. Eine Intel „Raptor Lake“ High-End-CPU mit 24 Kernen ist kürzlich bereits aufgetaucht und bestätigt dies. Bei diesem Modell wurde die Anzahl der energieeffiziente Kerne verdoppelt (von 8 auf 16), während es bei acht Performance-Kernen bleibt, wie auch die „Alder Lake“ Topmodelle haben.

Intel Raptor Lake-S Overview China

Quelle: HXL @ Twitter

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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