Datenleck bei Apple iCloud

Probleme mit identischen Personennamen

Bei Apples iCloud scheint es ein sonderbares Datenleck zu geben, das in Zusammenhang mit der Apple-ID auftritt: Ein User hatte sich auf seinem neu eingerichteten iPhone eingeloggt und blickte plötzlich auf die Daten und Kontakte einer wildfremden Person. Offenbar wurde seine Apple-ID mit der eines Namensvetters synchronisiert. Dadurch hatte der User vollen Zugriff auf dessen Daten und Einkäufe. Interessant ist, dass Apple dem betroffenen Nutzer dennoch die korrekte E-Mail-Adresse zuordnete.

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Da der Anwender die Adressbücher seines Namensvetters komplett einsehen konnte, nahm er Kontakt auf und erkundigte sich. Auch der Original-Besitzer der Daten war überrascht. Es stellte sich heraus, dass die Apple-IDs der beiden Kunden sehr ähnlich ausfielen – aber keineswegs identisch. Dennoch scheint Apple die Daten vermengt zu haben. Der Kundenservice war später nach Anfragen beider Anwender in der Lage die Daten wieder zu trennen. Allerdings ist sehr bedenklich, dass es zu so einer Verwechslung kommen konnte.

Das bayrische Landesamt für Datenschutz reagiert deswegen kritisch und verkündet: „Werden personenbezogene Daten in der Weise bekannt gegeben, dass die Daten an einen Dritten weitergegeben oder ein Dritter zur Einsicht oder zum Abruf bereitgehaltene Daten einsieht oder abruft, so liegt eine datenschutzrechtliche Übermittlung gem. § 3 Abs. 4 S.2 Nr. 3 BDSG durch die verantwortliche Stelle vor. Bei dem geschilderten Sachverhalt ist von einer Übermittlung auszugehen, da die ‚fremden‘ Daten über die Cloud und die Synchronisierung mit dem Endgerät bekannt gegeben wurden.“

Auch wenn es sich hier um einen Einzelfall handeln könnte, erinnert der Fall daran, dass die Cloud-Dienste fehleranfällig sind und keineswegs als sicherer Ort für Daten gelten.

Quelle: InsideHandy

André Westphal

Redakteur

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