Alte CDs versagen den Dienst

Optische Datenträger an der Grenze der Haltbarkeit

Als die CD in den 1980ern die Nachfolge der LP antrat, waren die Plattenfirmen schnell bei der Hand den neuartigen optischen Datenträger als „ewig haltbar“ zu vermarkten. Dies stellte sich rasch als Irrtum heraus: Gerade die ersten CDs hielten teilweise keine 10 Jahre, was auf ungünstige Farben und Lacke zurückzuführen war, welche die Datenschichten langfristig angriffen. Mittlerweile geben aber auch verstärkt CDs aus den Anfängen der 1990er den Geist auf. Fenella France, bei der amerikanischen Library of Congress für Haltbarkeit von Daten zuständig, warnt vor der Vergänglichkeit aktueller Datenträger.

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France erklärt, dass alle modernen Medien, darunter auch CDs, DVDs und Blu-rays, in erster Linie für die günstige Massenproduktion optimiert seien. Langfristige Haltbarkeit spiele für die Industrie höchstens eine untergeordnete Rolle. Man erforsche aktuell, was die beste Methode sei, um in Privathaushalten die Haltbarkeit von Datenträgern zu verlängern. Es sei hier jedoch schwierig allgemeine Aussagen zu treffen: Verschiedene Fertiger nutzen unterschiedliche Techniken, die sich jeweils individuell auf die Haltbarkeit auswirken.

Quelle: TheAtlantic

André Westphal

Redakteur

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