AMD & Nvidia streiten um GameWorks

Gegenseitige Vorwürfe wegen "Watch Dogs"

AMD und Nvidia streiten sich aktuell öffentlich um Nvidias Middleware-Programm GameWorks, das etwa bei der Entwicklung des just veröffentlichten Triple-A-Blockbusters „Watch Dogs“ zum Einsatz kam. Laut AMD verhindere GameWorks, dass Entwickler GPU-Optimierungen für Radeon-Grafiklösungen vornähmen. Nvidia hat gekontert, dass AMDs Vorwürfe aus der Luft gegriffen seien. Es sei richtig, dass Entwickler, die GameWorks für ihre Spiele verwendeten, jenen Quellcode nicht weitergeben dürften. Das hindere AMD aber nicht daran sonstige Treiber-Optimierungen mithilfe der restlichen Engine vorzunehmen.

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Nvidia betont zusätzlich, dass es ungewöhnlich sei, den gesamten Quellcode eines Spieles zu erhalten. Die Ausklammerung von GameWorks sei also nichts Aufsehenerregendes. Was bleibt, ist allerdings die Frage, warum durch Nvidia unterstützte Titel wie „Assassin’s Creed IV: Black Flag“, „Batman: Arkham Origins“ oder „Watch Dogs“ auf den Grafikkarten der Reihe AMD Radeon deutlich schlechter laufen. Hier schiebt Nvidia AMD direkt den schwarzen Peter zu und behauptet die Konkurrenz arbeite zu wenig mit den Entwicklern zusammen.

In der Vergangenheit hatte auch Nvidia AMD beschuldigt Entwickler zu drängen ihre Spiele speziell auf Radeon-Hardware zu optimieren – als prominentestes Beispiel der letzten Zeit gilt „Tomb Raider“. Welche der Firmen nun näher an der Wahrheit ist, lässt sich als Außenstehender schwer sagen.

Quelle: TechReport

André Westphal

Redakteur

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