Pavlok: Fitness-Armband schockt den Nutzer

Elektroschocks sollen Träger konditionieren

Der Entwickler Maneesh Sethi will mit Pavlok ein Fitness-Armband veröffentlichten, das seinen Träger konditionieren soll. Das geht bereits aus dem Namen hervor, der sich offensichtlich an den berühmten Verhaltensforscher Iwan Petrowitsch Pawlow anlehnt. Als Beispiel nennt Sethi, dass das Armband einen morgens mit zwei getrennten Weckern weckt, die sich abschalten lassen. Beim dritten Mal aber, erfolgt ein Elektroschock, der das Aufstehen garantiere. Für manche Leser mag das drastisch klingen. Doch laut Sethi sollen sich so langfristige Verhaltensänderungen erreichen lassen.

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Im Herbst möchte der Entwickler eine Crowdfunding-Kampagne beginnen. Erscheinen soll Pavlok dann 2015. Zusätzlich ist ein soziales Element geplant: Jeder Pavlok-Träger soll einen Partner haben, so dass man sich gegenseitig motivieren aber auch kontrollieren könne. Beispielsweise könne der Partner über soziale Netzwerke oder Facebook sehen, ob man wirklich sein Fitnessprogramm verfolgt habe. Sei dies nicht der Fall, könnte der Partner den Pavlok-Schock aktivieren.

Psychologen haben Zweifel an dem Sinn von Pavlok: Das Armband nutze althergebrachte, verhaltenstherapeutische Prinzipien und sei an sich nur eine teure, neue Verpackung für alte Erkenntnisse. Zudem funktionieren Aufmunterung und Zuwendung in der Regel besser als derartige Bestrafung, um Verhalten zu festigen. Auch könnten selbst entschlossene Käufer von Pavlok schnell „vergessen“ das Armband zu tragen und so die Bestrafungen umgehen.


Quelle: Engadget

André Westphal

Redakteur

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