Microsoft in China unter Verdacht

Büros in China bekommen unangemeldeten Regierungsbesuch

Nach einem Bericht einer chinesischen Zeitung steht Microsoft im Mittelpunkt einer kartellrechtlichen Untersuchung in China. In diesem Rahmen haben die Microsoft-Büros in Peking, Shanghai, Guangzhou und Chengdu gestern unangemeldeten Besuch von Ermittlern der chinesischen Regierung bekommen. Eine Microsoft-Sprecherin in China bestätigte die Untersuchungen und versprach eine „aktive Kooperation“ mit den Behörden, sagte aber nicht, um was es bei den Ermittlungen geht.

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Offiziell ist deshalb noch nicht bestätigt, ob es hier um kartellrechtliche Fragen geht oder nicht, aber es gibt entsprechende Berichte eines anderen News-Portals in China. Höchstwahrscheinlich geht es auch immer noch um die angebliche Zusammenarbeit von Microsoft mit den US-Sicherheitsbehörden, die Microsoft zwar im letzten Monat zurückgewiesen hat, was die Verdächtigungen in China aber kaum eindämmen konnte.
Erst letzte Woche hatte die Kartellbehörde in China verlauten lassen, dass Qualcomm, der weltgrößte Hersteller von Mobil-Chips, ein Monopol besäße.
Ende Mai hatten chinesische Behörden die Nutzung von Windows 8 in Regierungsbüros ausgeschlossen. Das sollte die Sicherheit der Computer erhöhen, nachdem Microsoft den offiziellen Support für das in China überdurchschnittlich weit verbreitete Windows XP eingestellt hatte. Nur zwei Wochen später hatte dann der Regierungs-nahe Fernsehsender CCTV ein Programm ausgestrahlt, in dem Experten andeuteten, dass Windows 8 dazu benutzt wird, Informationen über chinesische Bürger zu sammeln.

Quelle: South China Morning Post

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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