Umsatz im deutschen Videomarkt gesunken

Liegt 7 % unter dem Vorjahresniveau

Der Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) hat mitgeteilt, dass der Umsatz im deutschen Videomarkt in der ersten Jahreshälfte 2014 bisher um 7 % unter dem Niveau des gleichen Zeitraumes im Vorjahr liege. So setzte die Industrie 2013 in den ersten sechs Monaten rund 781 Mio. Euro um, während es 2014 nur 727 Mio. Euro sind. Speziell der Kaufmarkt ist um 8 % geschrumpft. Hier sanken wenig überraschend besonders DVD-Verkäufe um 12 %, während es Blu-rays mit einem Abfall von 2 % weniger hart getroffen hat.

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Trotzdem wurden mit der althergebrachten DVD immer noch 385 Mio. Euro erwirtschaftet – 2013 waren es 437 Mio. Die Blu-ray steht hier zurück und symbolisiert Verkaufszahlen im Wert von 185 Mio. Euro – 2013 waren es noch 188 Mio. Euro. Der Trend geht weiter in Richtung digital: Hier stiegen die Umsätze um 13 % von 25 Mio. Euro (2013) auf 29 Mio. Euro (2014).

Übrigens bewegt sich auch der Verleih Richtung Digital bzw. Streaming und Downloads: Hier wuchsen die Umsätze um 7 Mio. Euro – auf 42 Mio. Euro. Dagegen sanken die Einnahmen im Verleihgeschäft mit Blu-rays und DVDs um 15 %, nämlich von 72 auf 61 Mio. Euro.

Als Ursache für die gesunkenen Einnahmen macht die BVV zum einen das sommerliche Wetter, die Begeisterung für die Fußball-WM aber auch das Ausbleiben hochkarätiger Veröffentlichungen verantwortlich. Zugleich ist zu bedenken, dass 2013 laut BVV für Deutschland „das erfolgreichste Videoergebnis aller Zeiten“ gewesen sei. Somit seien die bisherigen Ergebnisse für 2014 immer noch sehr gut, auch trotz Minus.

In den Verkaufscharts platzierte sich „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ übrigens in Deutschland an der Spitze. Anschließend folgt „Die Eiskönigin: Völlig unverfroren“ gefolgt von „Fack Ju Göhte“.

Quelle: Bluray-Disc.de

André Westphal

Redakteur

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