Phil Fish verflucht alle Gamer

Verabschiedet sich endgültig aus der Industrie

Phil Fish, Entwickler des Indie-Hits „Fez“, hat nach einer Hasstirade auf die gesamte Gaming-Community seinen kompletten Rückzug aus der Industrie bekannt gegeben. Die Umstände sind allerdings sehr dubios: Angeblich sei die Website seines Entwicklerstudios Polytron gehackt worden. Daraufhin wurden Passwörter von Fish, Email-Adressen sowie Informationen über Polytrons PayPal-Konten öffentlich zugänglich gemacht. Phil Fish reagierte mit Verallgemeinerungen über Videospieler und löschte nach einigen Kommentaren kurzerhand sein Twitter-Konto.

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Zudem stehen die Marke „Fez“ sowie der Entwickler Polytron nun zum Verkauf.

Allerdings gibt es berechtigte Zweifel daran, dass die Website des Entwicklers tatsächlich gehackt wurde: So wurde angeblich eine DOX-Datei mit 1,5 GByte rasant auf der Website veröffentlicht. Dies sei laut Insidern aber gar nicht durch Fremdzugriff so schnell möglich, wie es bei Polytron geschah. Dort vollzog sich die Veröffentlichung nämlich nur 15 Sekunden nach dem Hack. Das lässt die Vermutung zu, dass die komprimierte Datei bereits zum Upload bereit war, bevor überhaupt ein Zugriff von außen erfolgte. Zudem mache es aus Sicht eines Hackers keinen Sinn sich Zugriff zu Dateien zu verschaffen und diese anschließend auf der gehackten Website hochzuladen – wo sie vom Besitzer ja nach Entdecken des Hacks schnell wieder entfernt werden können. Hinzu kommt, dass es keinen logischen Grund gebe, warum auf den Polytron-Servern überhaupt derlei private Informationen über Phil Fish gespeichert sein sollten.

Am Ende lässt sich allerdings für Außenstehende nur schwer ein finales Urteil fällen. Der Entwickler Phil Fish ist in der Tat für seine Vorliebe für die Märtyrer-Rolle bekannt. Ob er sie hier aber bewusst als Mittel für eine letzte Selbstinszenierung eingenommen hat oder wirklich das Opfer eines üblichen Hacker-Angriffs geworden ist, bleibt offen.

Quelle: CraveOnline

André Westphal

Redakteur

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