Steam: Kuratoren sollen Werbung offenlegen

Kontroversen um bezahlte Empfehlungen

Um das neue Kuratoren-System bei Steam gibt es aktuell einige Kontroversen: Während einige Entwickler es bereits sehr gelobt haben, sorgt auch Missbrauch durch Spam und Werbung für Aufsehen. Nun hat Valve die Richtlinien für Nutzer modifiziert und untersagt Kuratoren die bezahlten Weiterempfehlungen von Spielen. Allerdings wagt man diesen Schritt eher halbherzig: Seien doch Vergütungen geflossen oder Kuratoren hätten die Games beispielsweise gratis als Muster erhalten, müssen die Empfehlungen als Werbeinhalte gekennzeichnet sein.

Anzeige

Viele User bemängeln nun Valves Unentschlossenheit: Das Kuratoren-System könnte somit auf Dauer sehr unzuverlässig sein. Beispielsweise hatten die Entwickler des Shooters „Insurgency“ angekündigt, künftig gezielt an Top-Kuratoren heranzutreten, um jene für ihre Zwecke einzuspannen. Es ist damit zu rechnen, dass auch andere Entwickler derartige Wege einschlagen werden. Ob dann jede bezahlte oder anderweitig „angeregte“ Empfehlung klar als Werbung erkennbar sein wird, ist natürlich offen.

Quelle: Valve(Steam)

André Westphal

Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.