Britische Boulevardzeitung warnt vor Nintendo

Abstruse Behauptungen über Gesundheitsrisiken

Die britische Boulevardzeitung Daily Mail ist grob mit der deutschen BILD vergleichbar. Auf den Inseln berichtet die Zeitung nun relativ reißerisch darüber, ob Konsolen aus dem Hause Nintendo ein gesundheitschädliches Weihnachtsgeschenk seien. Auch wenn man die Frage unter Berufung auf einige Studien am Ende mit „relativ sicher“ beantwortet, wirkt schon die Aufmachung an sich eher befremdlich. Denn kaum ein vernünftiger Mensch dürfte die Nintendo Wii, Wii U oder das 3DS ernsthaft als Gesundheitsrisiko mit großem Schadenspotential einstufen.

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Die Daily Mail dagegen orakelt bereits in den ersten Zeilen: „Die Spielekonsolen Nintendos dürften dieses Jahr unter vielen Weihnachtsbäumen liegen. Aber Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Sie im Krankenhaus enden könnten, wenn sie auf ausreichend Pausen beim Spielen verzichten.“ So bringt man speziell die Bewegungssteuerung der Wii mit zahlreichen Verletzungen in Verbindung. Zudem habe es auch Herzinfarkte durch das Zocken gegeben. Eine Frau im Alter von 55 Jahren habe innere Blutungen erlitten, während sie an der Wii „Tennis“ gespielt habe. Sinnvoller wäre allerdings wohl zu fragen, ob die besagten Anwender nicht ohnehin gesundheitsgefährdet waren und die Verletzungen nicht so oder so auch bei anderen Bewegungen, etwa beim Joggen, aufgetreten wären.

Zudem soll es in Großbritannien zwei Fälle von Inkontinenz gegeben haben: Kinder zockten so lange an der Wii U „Super Mario Bros. U“, dass sie das Bedürfnis auf die Toilette zu gehen ignorierten und sich in die Hose machten.

Ein Sprecher Nintendos relativiert die Kritik und erklärt, dass die Wii / Wii U die Leute vom Sofa scheuche. Und wie bei jeder körperlichen Aktivität sollten die Anwender eben auf ihr Wohl achten und es nicht übertreiben.

Quelle: DailyMail

André Westphal

Redakteur

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