BDA bestätigt „Ultra HD Blu-ray“

Erste Medien und Abspielgeräte wohl Anfang 2016

Die Blu-ray Disc Association (BDA) hat mittlerweile offiziell die Bezeichnung für das nächste optische Medium bzw. den legitimen Nachfolger der Blu-ray bekannt gegeben: Die Datenträger der nächsten Generation werden sich „Ultra HD Blu-ray“ nennen. Ein offizielles Logo fehlt allerdings weiterhin. Auch die finalen Spezifikationen sind noch offen, sollen sich aber in der letzten Verhandlungsphase befinden. Man rechnet laut BDA damit den Standard noch in der ersten Jahreshälfte 2015 zu verabschieden. Die ersten Abspielgeräte und Disk-Veröffentlichungen werden dann vermutlich Anfang 2016 auf den Markt kommen.

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Fest steht auch, was kaum jemand überraschen dürfte, dass man zum Abspielen der Ultra HD Blu-ray neue Player benötigen wird. Jene werden dann abwärtskompatibel zu aktuellen Blu-rays und DVDs sein. Zur Codierung setzt man bei den Ultra HD Blu-ray auf High Efficiency Video Coding (HEVC bzw. H.265) – den Nachfolge-Codec von H.264 bzw. MPEG4-AVC, der aktuell bei Blu-rays dominiert. Was die Kapazität betrifft, soll es Ultra-HD Blu-rays mit 66 (Dual-Layer) bzw. 100 GByte (Triple-Layer) geben. Zudem werden die neuen Medien Bildraten von bis zu 60p, 10-bit-Farbtiefe und erweiterte Farbräume wie Rec.2020 und BT.2020 sowie High Dynamic Range (HDR) unterstützen.

Interessant erscheint zudem eine für Studios optionale Technik namens „Digital Extension“ oder „Digital Bridge“, die ermöglichen soll von den Ultra HD Blu-rays quasi auf Knopfdruck digitale Kopien zu erstellen. Das soll das Procedere von gekauften Filmen digitale Kopien zu erhalten enorm erleichtern. Ob Filmstudios diese Funktion für ihre Titel anwenden, sei aber freigestellt.

Wichtig bleibt auch die Frage, ob die großen Filmstudios ausreichend Interesse an dem neuen Format haben. Beispielsweise sind Vertriebe wie 20th Century Fox dazu übergegangen viele TV-Serien nicht einmal mehr als DVDs oder Blu-rays zu veröffentlichen, sondern sie nur noch via Stream anzubieten.

In die Röhre schauen dagegen die Early-Adopter, die bereits jetzt Fernseher mit Ultra HD erworben haben: Jenen wird die Unterstützung für viele Features der neuen optischen Medien fehlen.

Quelle: TheDigitalBits

André Westphal

Redakteur

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