„Curiosity“ Gewinner enttäuscht von 22 Cans

Bryan Henderson erhielt weder Geld noch Gastrolle in "Godus"

Der Entwickler 22 Cans hatte mit „Curiosity“ ein interessantes Experiment gestartet: In einer App konnten Millionen von Spielern von einem riesigen Würfel die Beschichtung abklopfen. Wer am Ende den letzten Rest Beschichtung entfernen konnte, sollte einen Preis im Inneren abstauben. Es traf den Schotten Bryan Henderson. Für ihn winkte die Rolle als Gott im nächsten Spiel des Entwicklers: „Godus“. Zudem sollte Henderson an den Einnahmen durch das Game beteiligt werden. Nun, bis heute hat Henderson weder seine Gastrolle einnehmen dürfen, noch je einen Cent von 22 Cans gesehen.

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So stagniert die Weiterentwicklung von „Godus“ und die Kommunikation mit dem Studio sei laut Henderson abgeflaut. Er verspreche sich nicht mehr viel von der Angelegenheit und sei mehr als enttäuscht. Allerdings ist nun der Entwickler Devolver Digital eingesprungen und hat Henderson in sein Spiel „Not a Hero“ integriert. Auf diese Weise wolle man das Verhalten von 22 Cans wenigstens etwas kompensieren, da es ein schlechtes Licht auf die gesamte Gaming-Industrie werfe.

Henderson hält fest, dass er sich zuerst sehr über den Preis aus „Curiosity“ gefreut habe. Nachdem 22 Cans ihm aber immer weniger Informationen mitteilte und kaum noch auf Anfragen reagierte, kam er sich laut eigenen Aussagen eher vor, als würde er das Studio geradezu belästigen. Das war der Punkt an dem er aufgegeben habe. Zumal er wohl auch rechtlich wenig Handhabe hätte: 22 Cans hat sich in dem Vertrag mit Henderson als Gewinner des Spiels offen gehalten, wann man seinen Anteil an den Einnahmen von „Godus“ auszahlen würde. Gekoppelt mit möglicherweise kreativer Buchführung, kann man als unwahrscheinlich ansehen, dass Henderson in diesem Bezug je Geld sehen wird.

Quelle: Polygon

André Westphal

Redakteur

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