Apple-CEO Tim Cook fordert Recht auf Privatsphäre

Ansprache auf Gipfel zur Cyber-Sicherheit

Tim Cook, CEO des Konzerns Apple, ist im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen aus dem Silicon Valley der Einladung des US-Präsidentens Barack Obama zur Teilnahme an einem Gipfel zur Cyber-Sicherheit gefolgt. Dort widersprach er Obamas Plänen für noch mehr Datensammlung und -austausch zwischen den Firmen jedoch teilweise und erklärte: „Jeder Mensch hat ein Recht auf Privatsphäre und Datensicherheit.“ Die von Obama geforderte Zusammenarbeit sei zwar sinnvoll, sollte aber im Sinne der Datensicherheit der Kunden stehen.

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Laut Cook könne es schlimme Folgen haben, wenn man das Recht auf Privatsphäre vorschnell opfere, da dies auch Diskriminierungen Tür und Tor öffne. Es sei deswegen jedermanns Recht gewisse Dinge für sich zu behalten und nicht alles öffentlich mitzuteilen. Cook spricht hier sicherlich auch aus eigener Erfahrung: Erst letztes Jahr wagte es der Geschäftsführer Apples sich öffentlich als homosexuell zu bekennen – mit 54 Jahren.

Apple verdient sein Geld im Gegensatz zu etwa Facebook oder Google nicht mit Datensammlung und Werbung, sondern direkt mit Soft- und Hardware. Aus diesem Grund nimmt der Konzern seit jeher eine stärkere Position für die Privatsphäre der Nutzer ein. Cook warnt davor den Kunden selbst zum Produkt zu machen und mahnt den Respekt vor dem Menschen an sich zu bewahren.

Ergänzend lässt sich sagen, dass allerdings auch Apple bereits durch mangelnde Datensicherheit negativ aufgefallen ist – etwa durch den Vorfall „The Fappening“ in dessem Zuge zahlreiche Nacktfotos bekannter Schauspielerinnen aus der iCloud durchgesickert waren.

Quelle: Cnet

André Westphal

Redakteur

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