Schwacher EU-Markt zwinge Hersteller zum Umdenken

Notebook- und Tablet-Nachfrage sinkt

Hersteller und Zulieferer sind aktuell zum Umdenken gezwungen: In Europa ist die Nachfrage nach Notebooks und Tablets in den letzten Wochen enorm gesunken. Nun wollen viele Firmen ihren Fokus auf die sogenannten „Emerging Markets“ verlagern, um die Umsatzeinbußen in Europa im Jahr 2015 aufzufangen. Bereits jetzt hätten Zulieferer aus Taiwan mit niedrigeren Bestellungen als gewohnt zu kämpfen. Der derzeit extrem schwache Euro soll sein Übriges tun, so dass die Gewinne der Zulieferer zuletzt um 10 % geschrumpft seien.

Anzeige

Speziell Ost- und Nordeuropa sollen im zweiten Quartal 2015 wenig Bedarf an Notebooks und Tablets haben, so kalkuliert die Zuliefererindustrie. Somit blicke man nun nach Zentral- und Südamerika sowie Südostasien, um seine Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Motorola habe bereits reagiert und wolle vor allem Einstiegs- und Mittelklasse-Notebooks / -Tablets in jenen Märkten veröffentlichen.

Für das erste Quartal 2015 rechnet man derzeit mit ca. 221,4 Mio. ausgelieferten Tablets weltweit. Dies entspricht einer Reduzierung um 11,9 % gegenüber dem Vorjahr. 38,525 Mio. Notebooks sollen zudem international in die Händlerregale wandern, was einer Reduzierung von 2,4 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2014 entspricht.

Quelle: DigiTimes

André Westphal

Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.