Facebook gibt Tracking von Unbeteiligten zu

Auch Personen ohne Nutzerkonten wurden verfolgt

Hartware.net hatte bereits darüber berichtet, dass Facebook offenbar nicht nur seine Nutzer, sondern auch Personen ohne Konto im sozialen Netzwerk jahrelang per Tracking im Internet verfolgt hat. Dies geschah scheinbar selbst dann, wenn die jeweiligen Menschen die Opt-Out-Option des Anbieters genutzt hatten. Nachdem Facebook die Anschuldigungen, welche auf eine Studie aus Belgien zurückgehen, zunächst dementiert hatte, gibt man das Tracking nun zu. Allerdings behauptet Facebook es habe sich um einen „Bug“ gehandelt, der nun bald behoben sei.

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Der Studie belgischer Datenschützer wirft man vor „mehrfach falsch darzustellen wie Facebook mit Nutzerdaten umgeht“. Weiterhin erklärt Facebook: „Die Forscher haben einen Bug entdeckt, der Personen Cookies geschickt haben könnte, die nicht bei Facebook angemeldet sind. Das war nicht unsere Absicht. Ein Fix für dieses Problem befindet sich in Bearbeitung.“ Wie glaubwürdig die Aussagen sind, dass Facebook quasi unabsichtlich jahrelang Nutzer überwacht habe, muss nun jeder für sich entscheiden.

Die belgischen Forscher haben ihrerseits mit einem Statement reagiert und werfen Facebook falsche Unterstellungen vor. Etwa behauptet Facebook, dass die Wissenschaftler die These aufgestellt hätten, man könne kein Opt-Out durchführen. Das ist falsch und wurde in der Studie auch eingeräumt.

Facebook gerät in der EU aktuell immer stärker unter Druck und wird von mehreren Datenschützern aus Belgien, Frankreich, Spanien und Italien genauer untersucht. Auch die Niederlande und die EU-Kommission haben weitere Überprüfungen des Umganges mit Nutzerdaten gefordert.

Quelle: TheGuardian

André Westphal

Redakteur

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