„Unfriended“: Horrofilm porträtiert Netzkultur

Starttermin für Deutschland leider noch ungewiss

In den USA ist am 17. April 2015 der Horrorfilm „Unfriended“ angelaufen. Das Interessante an diesem Genrevertreter ist, dass der Streifen komplett auf einem Computermonitor spielt. Eine ähnliche Taktik nutzte 2014 zwar bereits „Open Windows“, konnte aber bei Kritikern nur niederschmetternde Reaktionen ernten. „Unfriended“ dagegen scheint laut ersten Rezensionen der Spagat zwischen Unterhaltung und der akkuraten Darstellung moderner Kommunikationstechnik zu gelingen. In der Presse wird der Film vor allem für seine passende Darstellung moderner Internet-Kontakte gelobt.

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So ist es heute normal, dass viele soziale Interaktionen eben nicht mehr persönlich oder am Telefon, sondern zwischendurch per Messenger am Smartphone oder PC ablaufen. Nur wenige Filme zollen dieser Entwicklung Tribut, da sich das ganze eben auf der Leinwand nur schwer unterhaltsam darstellen lässt. Es macht dem Zuschauer eben mehr Spaß zwei Personen zu sehen, die sich im Herbstregen auf deiner Parkbank unterhalten, als zwei Menschen beim Chatten über WhatsApp räumlich getrennt voneinander zu begutachten. Hier bricht „Unfriended“ mit den Konventionen und ist einer der ersten Filme, der die moderne Technik umfassend als Stilmittel nutzt. Und es ist vielleicht der allererste, dem dies effizient gelingt.

„Unfriended“ nutzt dabei effizient die Technik, um seine Geschichte zu erzählen und ist deswegen trotz des recht abgedroschenen Plots allein stilistisch sehenswert – speziell für IT-Fans. Ob man das ganze nun als einen Gimmick oder einen Fingerzeig auf ein neues Genre verstehen sollte, bleibt jedem selbst überlassen.

Quelle: Eigene

André Westphal

Redakteur

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