ASUS: Neuer Fokus auf Smartphones statt Notebooks

Jonney Shih begründet den Paradigmenwechsel

Der Hersteller ASUS will sich laut dem Vorsitzenden Jonney Shih von dem Fokus auf Notebooks verabschieden. Stattdessen wolle man in Zukunft verstärkt auf Smartphones sowie Hybrid-Tablets setzen, welche sich auch als Notebooks einsetzen lassen. „Der PC-Markt zeigt langsam immer mehr Anzeichen eines Zerfalls, während die Welt abwandert: das neue System setzt im ersten Schritt auf die Cloud und mobile Endgeräte.“ Auch einen klaren Trend für die Zukunft erkennt Shih: „Der Trend geht dahin sich ein Gerät zu besorgen, das alle anderen ersetzt und die Benutzererfahrung sowohl zusammenführt als auch erleichtert.“

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Zugleich mahnt Shih, dass die Benutzererfahrung am PC aktuell immer noch hochwertiger sei als an mobilen Endgeräten. ASUS wolle allerdings den Trend aufgreifen und Kunden unterstützen nicht für alle Zwecke jeweils einzelne Geräte einsetzen zu müssen. Deswegen stecke ASUS viel Geld in Forschung und Entwicklung. Bereits 20 % der Einnahmen ASUS stammen von Smartphones. Bis 2017 rechnet man damit, dass sich dieser Anteil auf 50 % erhöhen werde.

Spannend: Shih erläutert auch, warum ASUS in seinen ZenFones bevorzugt Intels Chips einsetzt, statt auf ARM-Lösungen zurückzugreifen: „Intels Chips sind sehr leistungsfähig – leistungsfähiger als die der Konkurrenz. Deswegen verbauen wir sie. Es gibt auch weniger Probleme mit der Abwärme als bei Konkurrenten.“ Diese Bemerkung könnte eine Anspielung auf Qualcomms Schlappe rund um den Snapdragon 810 darstellen, ein High-End-ARM-SoC, das für seine Überhitzungsprobleme bekannter wurde als für seine Leistung.

ASUS plant ebenso im mobilen Markt mit Windows 10 zu experimentieren: „Android kümmert sich nicht um Produktivität Tablets oder Phablets. Da verspricht Microsoft uns mehr. Ich denke Arbeit und Freizeit sind nicht klar zu trennen. Deswegen sollte der User an einem einzigen Gerät für beide Zwecke gerüstet sein“, äußert der ASUS-Primus Shih seine Meinung und macht gespannt auf die Zukunft des Unternehmens.

Quelle: NDTV

André Westphal

Redakteur

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