Nutzer erhalten Windows 10 gegen ihren Willen

Installationsdaten werden so oder so heruntergeladen

Microsoft Windows 10 hat zwar für seine Gier nach Nutzerdaten Schelte einstecken müssen, das Gros der Community und Presse ist sich jedoch einig, dass das Betriebssystem vieles besser mache als das vielfach kritisierte Windows 8 bzw. 8.1. Für wenig Freude sorgt nun hingegen die Meldung, dass Windows 10 im Hintergrund ohne Willen des jeweiligen Nutzers heruntergeladen wird: Wer automatische Updates aktiviert hat, dem schaufelt Microsoft die Installationsdateien mit bis zu 6 GByte Größe auf den Rechner – ob das nun gewünscht ist oder nicht.

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Entdeckt hat dieses Procedere ein verärgerter User, der sich über seine überlastete Internetverbindung wunderte. Er hatte Windows 10 nicht reserviert und dennoch wanderten die notwendigen Daten munter auf seinen PC. Microsoft hat diese Verfahrensweise leider bereits offiziell bestätigt und auch begründet: „Wir helfen Nutzern, die sich entschieden haben automatische Updates über das Windows Update zu erhalten, sich auf die Installation von Windows 10 vorzubereiten. Deswegen werden im Hintergrund die Dateien heruntergeladen, welche die Anwender benötigen, sobald sie sich zu einem Upgrade entschließen. […] Ist das Update bereit, erhält der Kunde einen Hinweis auf die Möglichkeit Windows 10 zu installieren.“

Löschte der User die Installationsdateien, begann der Update-Prozess zwangsweise irgendwann von vorne. Auch startete bei jedem Bootvorgang die Installations-Vorbereitung für Windows 10. Verhindern kann man diesen Kreislauf nur, wenn man das Update „KB3035583“ entfernt und von zuküntigen Update–Zyklen ausschließt.

Insgesamt handelt Microsoft hier trotz eigener Aussagen wenig benutzerfreundlich: Denn es geht ja nicht nur um wenige MByte, sondern mehrere GByte. Gerade bei manchem, mobilen PC oder 2-in-1-Gerät ist das eine Menge Speicherplatz, die wegfällt. Jetzt bleibt abzuwarten, ob Microsoft seine Meinung eventuell noch ändert und von dieser Verfahrensweise abkommt.

Quelle: TheInquirer

André Westphal

Redakteur

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