SteamOS enttäuscht bei Spieleleistung

Windows 10 erweist sich in der Praxis als klar überlegen

Valves eigenes Betriebssystem SteamOS kommt auf den neuen Steam Machines zum Einsatz, die eine Art Brückenschlag zwischen klassischen PCs und Spielekonsolen darstellen sollen. Wie es aussieht, gelingt das allerdings in einem der wichtigsten Bereiche mehr schlecht als recht: In einem Test der Kollegen von Ars Technica wurde die Performance einiger Games unter SteamOS bzw. Windows 10 vergleichen. Dabei schnitten die getesteten Spiele durchweg unter Windows 10 besser ab und lieferten im Microsoft-Betriebssystem wesentlich höhere Bildraten.

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Seit 2012 hatte Valve damit geworben, dass OpenGL-Titel wie „Left 4 Dead 2“ unter dem SteamOS deutlich bessere Performance liefern sollten als unter Windows. Allerdings beweist die Praxis, dass des deutliche Probleme gibt – natürlich besonders dann, wenn die Games ursprünglich für DirectX optimiert wurden.

Ars Technica nutzte für seinen Vergleich einen Dual-Boot-PC mit sowohl SteamOS als auch Windows 10, um die Hardware komplett identisch zu halten. Beide Systeme waren mit den jeweils aktuellsten Treibern bestückt. Bei der Auswahl der Spiele war man natürlich auf Titel beschränkt, die auch für SteamOS zur Verfügung stehen. In „Middle-Earth: Shadow of Mordor“ sowie „Metro: Last Light Redux“ wiesen wiederholte Tests dann aus, dass die Spiele unter dem SteamOS im Durschnitt zwischen 21 bis 58 % niedrigere Bildraten aufweisen als unter Windows.

Man könnte annehmen, dass es anders bei Valves eigenen Spielen wie „Portal“, „Team Fortress 2“ oder „DOTA 2“ aussehen könnte. Doch auch hier traten ähnliche Framerateeinbrüche unter dem SteamOS aus. Das einzige Spiel, in dem die Leistung tatsächlich vergleichbar blieb, war dann tatsächlich „Left 4 Dead 2“. Die seitens Valve versprochenen Framerate-Vorteile unter SteamOS blieben allerdings komplett aus.

Die Zukunft könnte anders aussehen, doch wer aktuell eine Steam Machine kauft, opfert damit viel Gaming-Leistung im Vergleich mit einem Windows-PC mit vergleichbarer Hardware. Das führt die Geräte ein wenig ad absurdum, da sie eben in erster Linie als Spieleplattformen gedacht sind.






Quelle: ArsTechnica

André Westphal

Redakteur

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