MediaTek: Sicherheitsproblem

Unbeschränkter Zugriff auf Android-Geräte mit MediaTek Chips

MediaTek ist nicht der größte Mobilchip-Produzent, aber liefert einige Prozessoren für viele Android-Mobilgeräte, bislang vor allem im Mainstream-Bereich. Jetzt hat der taiwanische Hersteller ein Sicherheitsproblem bestätigt, das zahlreiche Smartphones und Tablets mit Android und MediaTek-CPU betrifft. Allerdings geht es wohl hauptsächlich um ältere Geräte.

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Nach Angaben von MediaTek sind nur Geräte betroffen, die mit Android 4.4 (Kitkat) laufen. Man arbeite derzeit an dem Problem.
Ein Sicherheitsexperte hatte den Stein mit seiner Veröffentlichung auf Twitter ins Rollen gebracht. Auf entsprechenden Geräten könnte ein Angreifer durch eine offen gelassene Hintertür „Root-Zugriff“ erhalten und dadurch auf Daten zugreifen, die normalerweise vor anderen Anwendern oder Apps geschützt sind, Daten oder das Gerät komplett löschen oder auch den Nutzer ausspionieren, seine Kommunikation beobachten etc.
MediaTek hat den Ursprung des Sicherheitsproblems so erklärt: Die „Backdoor“ wurde offen gelassen als Debug-Feature für den Handy-Hersteller, damit dieser das Android-Gerät in den verschiedenen Mobilfunknetzen testen kann – vor allem in China. Die Hersteller waren angewiesen, das Debug-Feature vor Auslieferung der Geräte zu deaktivieren. Dies sei bei einigen Herstellern aber nicht geschehen, so dass die Hintertür offen geblieben ist.
Weitere Details wurden bislang leider nicht genannt, so dass unbekannt ist, welche Chips von Mediatek und welche Android-Geräte betroffen sind. MediaTek sagte lediglich, dass das Sicherheitsproblem bei „einigen Geräten bestimmter Hersteller“ besteht. Man habe diese Hersteller entsprechend informiert.

Quelle: Gadgets360

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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