Project Scorpio: Zen & Polaris?

Microsoft-Spielkonsole 2017 angeblich mit High-End Hardware

Neben der Xbox One S hatte Microsoft auf der E3 in Los Angeles auch „Project Scorpio“ offiziell enthüllt. Die neue Spielkonsole soll nächstes Jahr erscheinen und über High-End Hardware verfügen. Jetzt wird berichtet bzw. spekuliert, dass die Skorpion-Xbox nicht nur AMD Polaris Grafik, sondern auch die kommende AMD Zen CPU-Architektur verwenden wird.

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Sony hat bereits bestätigt, dass eine neue PlayStation-Version in Arbeit sei und diese dann für Spiele in 4K UltraHD-Auflösung geeignet sei. Es ist noch unklar, wann diese „PS4K“ oder „PlayStation 4 Neo“ erscheinen wird, aber man rechnet mit diesem Jahr.
Microsoft wäre mit seiner für das Weihnachtsgeschäft 2017 geplanten 4K-Konsole also deutlich später dran, aber glaubt man aktuellen Berichten, wird sie Hardware-mäßig überlegen sein. Angeblich wird „Project Scorpio“ über einen speziell von AMD auf die neue Xbox angepassten Prozessor verfügen, der nicht nur eine Grafikeinheit auf Basis der Polaris Architektur, sondern auch eine CPU mit der Zen Mikroarchitektur besitzt. Aktuell verwenden sowohl Microsoft als auch Sony in ihren Spielkonsolen Prozessoren mit „Jaguar“ Kernen, die ursprünglich für APUs im Mobilbereich entwickelt wurden und noch in 28-Nanometer-Technik hergestellt werden. Der neue Chip auf Zen-Basis wäre bzgl. Performance ein Quantensprung zur Jaguar-Basis und könnte auch in 14- oder 16-nm-FinFET-Technologie gefertigt werden.
Während Xbox One und PS4 acht kleine Jaguar CPU-Kerne verwenden, könnte der Prozessor der „Xbox Scorpio“ über acht Zen-Kerne verfügen. Da AMDs neue Mikroarchitektur SMT (Simultaneous Multithreading – analog zu Intels Hyper-Threading) unterstützt, wären das 16 logische Kerne.
Microsoft hat bereits offiziell verkündet, dass die Grafikeinheit vom Projekt Skorpion 6 TeraFLOPs liefern wird. Das deutet auf die Leistung einer Radeon RX 480 bzw. den Polaris 10 Grafikchip hin, der laut AMD über 5 TeraFLOPs an Rohleistung besitzt.
Zum Vergleich: Die AMD Radeon GPU der aktuellen Xbox One kommt dagegen auf lediglich 1,31 TeraFLOPs.
CPU und GPU von Project Scorpio werden sich vermutlich die Speicherschnittstelle teilen. Man rechnet mit einer Speicherbandbreite von 320 GByte/s.
Damit will Microsoft ruckelfreies 4K-Gaming, 1080p bei 60 Hz mit HDR und auch „gute VR-Lösungen“ wie HTC Vive und Oculus Rift unterstützen.
Microsoft will Xbox One, Xbox One S und Project Scorpio parallel anbieten, deshalb ist davon auszugehen, dass alle aktuellen Xbox One Titel auch auf allen drei Xbox-Generation laufen werden – in unterschiedlicher Qualität natürlich, da Xbox One und One 2 nicht für 4K-Gaming geeignet sind.


Phil Spencer (Microsoft) erklärt Project Scorpio auf der E3

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Quelle: TweakTown

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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