Windows-Fehler bremsen Ryzen (noch)

Microsoft bestätigt Bugs mit neuen CPUs, verspricht Updates

AMD Ryzen CPU

Man hätte denken können, dass AMD und Microsoft schon vor der offiziellen Einführung der Ryzen Prozessoren gemeinsam an einer vernünftigen Unterstützung seitens des Windows Betriebssystems gearbeiten hätten, aber die Performance der neuen CPUs war vor allem im Gaming-Bereich nicht so hoch wie erwartet. Nun hat Microsoft bestätigt, dass es noch Bugs gibt und diese per Updates behoben werden.

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Auf Anfrage eines Anwenders bei Twitter hat der Microsoft-Support erklärt, dass „neue High-End Prozessoren zu neuen Bugs führen, die neutralisiert werden müssen. Wir schauen es uns genauer an und werden über zukünftige Updates informieren.“

Insbesondere in CPU-lastigen Phasen einiger PC-Spiele sind die neuen AMD Ryzen weniger leistungsfähig als gedacht. Offenbar erkennt Windows die SMT-Threads, die logischen Kernen zugeordnet werden, nicht korrekt. Das zerrt an der Gaming-Performance.
Grundstzlich ordnet Windows jedem physischen Kern auch einen simulierten Thread zu, der zum SMT (Simultaneous Multi-Threading) gehört, genau wie bei Intels Hyper-Threading. Ein richtiger Kern ist natürlich leistungsfähiger als ein virtueller, so dass das Problem beim Thread-Scheduler von Windows liegt.
Schaltet man SMT aber im BIOS ab, so dass nur noch acht richtige Kerne der Ryzen CPU erkannt werden, erhöht sich die Performance in manchen Spielen aber nur marginal. Das liegt aber wohl auch am jeweiligen Spiel.
Es gibt aber noch mehr Probleme mit dem Thread-Scheduler. Schaut man dort genau hin, dann wird den Ryzen CPUs ein überaus großer Cache pro Kern bescheinigt. Eine Ryzen 7 CPU wird dort mit 136 MByte Cache diagnostiziert, obwohl es in der Realität lediglich 20 MByte für Level-2 und Lebel-3 Cache gemeinsam sind.
Dies sind alles Probleme des Windows Betriebsystems mit der neuen Ryzen Architektur, die mit der Zeit behoben werden sollten. Auch beim Start von Intel Hyper-Threading mit dem Pentium 4 im Jahre 2002 gab es ähnliche Probleme.

Jetzt heißt es also „Warten auf Microsoft“. Aber immerhin hat das Windows-Team die Probleme erkannt und arbeitet nach eigenen Angaben daran.

Quelle: Twitter

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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