Intel Pentium 4 3.06 GHz mit Hyper-Threading

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Einleitung

Intel Pentium 4 mit Hyper-Threading Logo
Mit dem heutigen Tag und der Vorstellung des neuen Pentium 4 mit integrierter Hyper-Threading Technologie überspringt Intel die 3-GHz-Marke bei den Desktop-Prozessoren. Führt man sich die Historie nochmal vor Augen, ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung der Taktfrequenzen. Während vom Intel 8080 mit 2 MHz (April 1974) bis zum Pentium mit 100 MHz (März 1994) knapp 20 Jahre vergingen, dauerte der Sprung vom Pentium III 1000 MHz (März 2000) bis zum 3066-MHz-Pentium-4 weniger als drei Jahre.
Neben dem Überwinden einer weiteren Gigahertz-Marke führt Intel auch eine neue Prozessortechnologie namens Hyper-Threading ein. Diese ist dem Hersteller so wichtig, dass sogar das bisherige Pentium 4 Logo etwas ergänzt wurde (um die Buchstaben H und T), wie man oben sieht, um die herkömmlichen Pentium 4 von den neuen Prozessoren mit Hyper-Threading zu unterscheiden. Deshalb werden wir natürlich auf den nächsten Seiten gesondert auf diese Technik eingehen, um zu klären, was dahinter steckt und was diese für Auswirkungen auf die Gesamtleistung hat.

Abgesehen von Hyper-Threading und der erhöhten Taktfrequenz unterscheidet sich der Pentium 4 mit 3.06 GHz aber nicht weiter von seinen direkten Vorgängermodellen wie dem von uns im Mai getestete Pentium 4 2.53 GHz.


Pentium 4 Prozessoren
Rein äußerlich praktisch keine Unterschiede zwischen 2.53 und 3.06 GHz

Der P4 3.06GHz basiert weiterhin auf dem in 130nm Fertigungstechnologie produzierten Prozessorkern mit dem Codenamen “Northwood“ und 512KB integriertem Level-2 Cache. Auch die Kernspannung von 1.525 Volt wurde nicht erhöht. Trotzdem erhöhte sich aufgrund des höheren Taktes die sogenannte “Thermal Design Power“ (TDP) auf für Intel enorme 81,8 Watt. Damit übertrifft man die bisherige Höchstmarke des noch in 180nm gefertigten Pentium 4 “Willamette“ mit 2 GHz (75,3 W). Das bisherige Top-Modell der P4-Reihe mit 2.8 GHz besitzt übrigens eine TDP von 68,4 Watt.
Die TDP gibt die im normalen Betrieb entstehende Verlustleistung an. Dies ist bei der Auswahl der Kühlung und der Stromversorgung (Netzteil) wichtig.

Intel Referenzkühler auf Pentium 4 3.06GHz und Intel D850EMV2 Mainboard
Trotz hoher Verlustleistung gab es wie gewohnt keinerlei Ausfälle im Test. Der beigelegte Referenzkühler von Intel ist dabei noch nicht mal besonders laut (siehe Bild rechts).
Allerdings ist hier wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen, d.h. ob genau dieser Kühler später in den Boxed-Versionen enthalten ist, ist noch nicht bekannt.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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