AMD bestätigt: CrossFire auf Abstellgleis

AMD-Chefin Lisa Su erklärt, was eigentlich alle schon wussten

Es sollte keine Überraschung sein, was AMD-Chefin Lisa Su im Rahmen der „Hot Chips 2019“ in Kalifornien zum Parallelbetrieb mehrerer Grafikkarten erklärte, ist aber trotzdem erwähnenswert. Auf Nachfrage der Presse meinte sie: „Um ganz ehrlich zu sein, Software entwickelt sich schneller als Hardware. Ich würde sagen, dass CrossFire kein wichtiger Fokus (mehr) ist.“

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Dies ist dahingehend nicht mehr überraschend, weil die aktuellen AMD Radeon RX 5700 und RX 5700 XT ‚Navi‘ Grafikkarten auf Basis der neuen „Radeon DNA“ Technologie bekanntlich CrossFire bzw. den Multi-GPU-Betrieb nur noch im sogenannten „expliziten Modus“ bei DX12- bzw. Vulkan-basierenden Games unterstützen.

Das ist einerseits schade, denn AMD hatte früher bereits interessante Ansätze gezeigt, als z.B. der Parallelbetrieb von Grafikkarten unterschiedlicher Klassen möglich war – wenn auch mit größtenteils durchwachsenden Ergebnissen. Allerdings verfolgten viele Anwender in der Vergangenheit den Ansatz, zunächst eine neue Grafikkarte der Mittelklasse anstatt das brandneue, deutlich teurere Topmodell zu erstehen und später dann eine gleichwertige Grafikkarte dazu zu stecken, um damit die Gaming-Performance nahezu zu verdoppeln. Diese Vorgehensweise ist nun Schnee von gestern.

Bei Nvidia unterstützen dagegen noch die Top-Grafikkarten der GeForce RTX Serie den Dual-Betrieb namens ‚SLI‘. Allerdings scheint auch der AMD-Konkurrent diese Technologie langsam auslaufen zu lassen und beschränkt sich nur noch auf ausgewählte Modelle.

Quelle: TweakTown

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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