Nix Neues mehr bei Intel dieses Jahr

Neue Desktop-Roadmap 2020 durchgesickert - ohne Rocket oder Ice Lake

Bislang ging man davon aus, dass Intel nach den Core 10000 „Comet Lake-S“ Desktop-CPUs gegen Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres noch „Rocket Lake“ bringt, um PCI Express 4.0 endlich auch von seinen Plattformen zu unterstützen. In diesem Jahr scheint daraus aber nichts mehr zu werden, wenn man nach der jetzt aufgetauchten Desktop-Roadmap von Intel geht.

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Bei einer Online-Veranstaltung mit seinen Partnern unter den Großhändlern, Einzelhändlern und Systemintegratoren in Asien hat Intel eine Roadmap seiner Desktop-Prozessoren für dieses Jahr gezeigt und demnach wird es in der zweiten Jahreshälfte keine neuen Produkte mehr geben. Das heißt, dass zumindest bis Ende 2020 keine neuen CPUs mehr gibt für die Core X-Serie im High-End Desktop (HEDT) Bereich, nachdem Intel hier letztes Jahr seine „Cascade Lake-X“ CPUs mit bis zu 18 Kernen eingeführt hatte. Da die Roadmap explizit die Anzahl der Kerne auf bis zu 18 begrenzt, wird es in diesem Jahr auch keinen Core i9-10990XE mit 22 Kernen geben, der im Januar aufgetaucht war. Und die Berichte, dass Intel über neue Core X-Modelle mit mehr Kernen nachdenke, sind damit auch hinfällig.

In der Mittelklasse bleibt es dieses Jahr außerdem ebenfalls bei den gerade erst eingeführten Core 10000 „Comet Lake-S“ Desktop-CPUs, wo Intel gerade zehn Kerne erstmals in seine S-Serie integriert hat. Keine Spur von „Rocket Lake-S“ oder „Ice Lake-S“ in diesem Marktsegment – genauso bei der H-Serie. Und das obwohl „Rocket Lake-S“ CPUs bereits mehrfach im 3DMark getestet wurden. Zuletzt war es ein 6-Kern-Modell und gestern erst hatte einer der bekannten Twitter-Detektive eine „Rocket Lake“ 8-Kern-CPU gefunden.

Demnach hat Intel die „Rocket Lake-S“ CPUs auf das nächste Jahr verschoben. Diese kommen weiterhin aus der 14-Nanometer-Fertigung, werden aber schon über die „Willow Cove“ Kerne verfügen, die eigentlich erst für die in 10-nm-Technik hergestellten „Tiger Lake“ vorgesehen waren. Intel will dadurch eine Leistungssteigerung gegenüber „Comet Lake-S“ erreichen, die noch auf den „Coffee Lake“ Kernen bzw. der ‚Skylake‘ Mikroarchitektur basieren. Außerdem wird „Rocket Lake-S“ in den neuen LGA1200-Sockel auf Intel Z490 Mainboards passen und dabei auch PCI Express 4.0 unterstützen.

Intel hatte „Ice Lake“ CPUs aus der 10-nm-Fertigung für dieses Jahr mehrfach versprochen, aber damit wohl endgültig nicht für Desktop-CPUs. Hier bleibt es weiterhin bei der 14-nm-Technik und vor allem im HEDT-Bereich dürfte Enthusiasten wenig erfreut sein, dass nichts Neues geplant sei. „Ice Lake“ wird damit lediglich für Mobilprozessoren verwendet und soll in Kürze auch als „Ice Lake-SP“ für High-End Server-CPUs kommen.

Intel Partner Connect Desktop Roadmap 2020

Quelle: ASUS ROG Forum

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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